Österreichisches Wörterbuch


-färbig

-farbig

16er Blech
, das , -[e]s , e
Ottakringer Bier in der Dose

a

ein ; Ruft beim Einstimmen der 1. Geiger dem Pianisten zu: Otto, a a bitte!

a

auch

a blede Gschicht

eine dumme Sache

a Brezn reissn

stürzen ; Bezieht sich meist aufs laufen (stolpern, hinfallen) oder einspurige Fahrzeuge. Auch "an Stern reissn".

a Gschichtl drucken

eine Lüge (eher lustig) auftischen

a Neichtl

eine kurze Zeit

a Schäuferl drauflegen

eine Schippe nachlegen

abbeißen

deutlich unterliegen ; ... wer heute abbeißt bei einem Urnengang ... (PR 6.2.2003)

abbeuteln

abschütteln ; "Er wollte als absoluter Star die Wärme jenes Vororte-Milieus nie abbeuteln, wo zwar die Tischler nicht einmal beim Sargbretterhobeln vom Brüderl Tod singen, doch der Schmäh rennt." (PR 20.2.1996)

abblatteln

abblättern

Abbrandler
, der , -s , -
Geschädigter eines Brandes

abbrocken

abpflücken

abbusseln

abküssen ; Beispiel: Dann mußte sie flüchten - der Pensionist wollte sie nämlich abbusseln, weil sie ihn nicht ins Gefängnis geschickt hatte. [Presse 11.7.2001]

abchristeln

abschwingen beim Schifahren

abeisen

enteisen, abtauen

Abendkassa
, die
Abendkasse

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.