Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Strizzi
, der , -s , -
Strolch, Lausbub ; Beispiel: Wolfgang Böck, ist zwanzig Jahre nach seinem gefeierten Josefstädter Liliom wieder der läuterungsresistente Strizzi, der hutschenschleudernde Hallodri, der "halt ka Handwerk g`lernt" hat und deswegen seine Julie schlagen, rauben und sich schließlich ein Messer in die Brust rammen muss. (Die Presse 12.5.2005)

Strizzi
, der , -s , -
Zuhälter ; Beispiel: Um einen Strizzi zu charakterisieren, wird gezeigt, wie er Drogen verkauft. (Die Presse 17.5.2005) ; <tschech.> strýc = Onkel

Strizzi
, der , -s , -
(Klein)Krimineller, Gauner ; Beispiel: Das Opfer war, so Ermittler E. G., "ein stadtbekannter Strizzi". (Die Presse 8.6.1999)

Strohröhrl
, das , -s , -n
Trinkhalm

Strohschober
, der , -s , -
Strohhaufen

Strutz, Strutzen
, der , -es , -
großes Langbrot

Stüberl
, das , -s , -n
Stübchen

Stutzen
, der , -s , -
Kniestrümpfe

Suderer
, der , -s , -
jemand der ständig nörgelt, dem man nichts recht machen kann

sudern

jammern, sich pausenlos beschweren ; Beispiel: Positiv denken statt `Sudern und Raunzen` lautet das Motto des Beitrages . (Die Presse 25.6.1998)

Sumper
, der , -s , -
Banause

Suppenwürfel
, der , -s , -(n)
Brühwürfel

supplieren

vertreten, Vertretungsstunde halten

Sur

Beize in der Fleisch eingelegt wird

Surbratl
, das , -s , -
Braten aus Surfleisch

suren

pökeln

Surfleisch

Pökelfleisch


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.