Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


gschamig

schamhaft, schüchtern, prüde

Gschamstara
, der , -s , -
Liebhaber

Gschichtl
, das , -n
Unwahrheit

Gschichtl
, das , -n
Flirt, Affäre

Gschichtldrucker
, der , -s , -
Lügner

Gschloder
, das , -s
schlechtes Getränk, vor allem schlechter oder dünner Kaffee

gschmackig

wohlschmeckend, schmackhaft

Gschnas
, das , - , -
Maskenball ; Jedenfalls feuchtfröhlich und mit Fetzengaudi. Wobei "Fetzen" auch Programm ist: Die Verkleidungen sind schrill und bunt statt wertvoll. Der Gschnas (gesprochen) ist mir als Linzerin geläufiger, das Gschnas gilt auch.

Gschropp
, der , -s , -en
kleiner Mensch, Kind ; Beispiel: Auch fast 24 Jahre nach seinem frühen Tod am 23. August 1980 ist der `Gschropp` (Gerhard Hanappi) im heimischen Fußball allgegenwärtig. Vor allem wegen der von ihm konzipierten und nach ihm benannten Rapid-Heimstätte, aber auch wegen seiner großen sportlichen Erfolge mit den Hütteldorfern und dem Nationalteam. Bis 1998 war Hanappi mit 93 Einsätzen (12 Tore) ÖFB-Rekord-Internationaler, ehe er von Polster überholt wurde. Unübertroffen sind aber seine 55 Länderspiel-Einsätze in Folge. [Die Presse 16.2.2004]

Gspusi
, das , -s , -
Liaison, Flirt ; Herkunft: ital. sposa = Braut, Verlobte ; Beispiel: Lang mußten wir warten, wie die Lebenspartnerin des SPÖ-Chefs ihrem "Gusi"-Gspusi im Wahlkampf helfen werde.[Die Presse am 28.10.2002]

Gspusi
, das , -
Liebling, Liebste

Gstanzl
, das , -s , -n
kurzes (lustiges) Lied, Reim, Strophe

gsteckt voll

überfüllt

Gucker
, der , -s , -
Feldstecher

Gucker (Mehrzahlwort)
, die
Augen

Guckerschecken
, die , -
Sommersprossen

Gugelhupf
, der , -[e]s , -e
Napfkuchen

Gugerschecken
, die , - , -
Sommersprossen


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.