Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Hackler
, der , -s , -
Arbeiter ; Beispiel: Zum Wort des Jahres 2003 wurde die -Hacklerregelung- gewählt, wobei es sich um eine österreichspezifische Neuschöpfung handelt, die binnen kürzester Zeit zu einem akzeptierten Begriff der Verwaltungssprache wurde.

Hacklerregelung
, die , -
Schwerarbeiterregelung

Hacklschmeißer
, der , -s , -
Intrigant; hinterhältige Person ; Politiker fordern eine sachliche Diskussionskultur - dabei sind sie selbst die größten Hacklschmeißer und Wadlbeißer.

Haderlump
, der , -s , -en
Taugenichts

Hadern
, der , - , -
hohes Tempo

Hadern
, der , - , -
bekanntes Lied

Hadern
, der , - , -
Lumpen

Hadern
, der , - , -
Putztuch ; ausgesprochen als [hodan] bekannt.

Hadern
, der , - , -
intensiver Rausch, Vollrausch

Häferl
, das , -s , -[n]
große Tasse

Häferlgucker
, der , -s , -
jemand der sehr interessiert beim Kochen zusieht (meist scherzhaft)

Haftel
, das , -s , -
kleines Häkchen, welches in eine Öse eingehakt wird, um ein Kleidungsstück zu schließen

Haftelmacher
, der , -s , -
Erzeuger von Hafteln ; Hafteln sind jene gebogenen Drahtgebilde (Öse und Haken), die v.a. zum schließen von Kleidungsstücken verwendet werden (bei Dirndln und Miedern). Heute wird "Haftelmacher" nur mehr in Zusammenhang: "...aufpassen wie ein Haftelmacher" verwendet, weil die Erzeugung offenbar sehr große Genauigkeit erforderte.

Hallodri
, der , -s , -
lebenslustiger, meist etwas unseriöser Mann; Weiberheld; Spitzbube ; Beispiel: Die alleinerziehende Mutter, die aus purem Zufall auf einen Hallodri mit beachtlichen Ausbaufähigkeiten trifft, trägt Fältchen im Gesicht, die Haare schlecht frisiert und besticht durch vulgären Charme. [Die Presse 27.7.2002]


© 2000 - 2018 www.ostarrichi.org




Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.