schwaben

spülen, schwemmen



Kommentare:


JoDos Forderung zu "ausschwaben" [ von bessawissa am 2007-04-25 09:40:28 ]
Dieser Forderung hat Helene schon vor langer Zeit in beispiellosem vorauseilendem Gehorsam entsprochen :-), wie ich soeben feststellen mußte.

Bsp [ von Azmodes am 2007-04-25 01:19:13 ]
"Wengan Regn hot's den Dreck komplett weggschwoabt."

Ohne dem Mentor dieses Wortes [ von JoDo am 2007-04-25 05:56:18 ]
"bessawissa" Konkurrenz machen zu wollen:
Ist nicht schwaben die mundarliche Wiedergabe von schwemmen?
Haben nicht unsere Großmütter noch "Wäsche geschw/emmt/abt", händisch im Waschtrog?
Wenn dem so sei, wäre es dann nicht besser, als Übersetzung schwemmen zu nehmen und als Aussprache schw(o)a´m?
Damit erhält auch der Nebeneintrag abschwaben eine eigene Bedeutung und mehr Daseinsberechtigung, ich fordere sogar noch einen Eintrag mit ausschwaben!
Außerdem:
aufschwemmen - aufschwa´m
anschwemmen - ããschwa´m
überschwemmen - iwaschwa´m

mich ärgert, [ von JoDo am 2007-04-25 11:20:33 ]
dass sich unter: "Ähnliche Wörter" so oft Mist befindet, während Naheliegendes unter den Tisch fällt.
Sonst hätte ich ausschwaben gefunden und nicht extra nocheinmal erwähnt!

Muss mich trotz meiner Maximalbewertung den Kritikern anschließen, [ von Brezi am 2007-09-15 14:17:30 ]
denn "schwemmen" ist eine wichtige Bedeutung. Dass es im W eher "schwoam" statt "schwa'm" ausgesprochen wird, ist auch wichtig und gehörte eher als echter Kommentar platziert als so beischeiden bei den Beurteilungen. Ich werde jetzt gleich radikal und füge diese Aussprache beim Wort selbst hinzu. Das erleichtert dann auch das Auffinden. Die Composita å-, aus-, danebm-, durch-, mit-, owe-, umme-, vurbei-, weggaschwaben gehörten (ausnahmsweise!) ebenfalls hier irgendwo systematisch aufgelistet, weil nämlich einmal eher die Bedeutung 'spülen' im Vordergrund steht, anderswo aber eher die Bedeutung 'schwemmen'. Dann ist dieser Artikel wirklich maximal hilfreich

Verwandt? [ von Koschutnig am 2008-11-26 14:16:29 ]
Könnte "schwappen" (DUDEN: "Flüssigkeiten in schwankender Bewegung", "überschwappen:sich über den Rand ergießen", mit *schweiben [-oa- / -a-] verwandt sein? In mittelbairischen Dialekten - und das sind in Österreich alle außer K, T, V - werden ja die -p- vielfach zu -b-, und die gehn dann gern verloren, siehe "Scherm"

Können österr. "Mittelbaiern" damit 'was anfangen?

An dieser Stelle [ von JoDo am 2008-11-26 19:54:08 ]
möchte ich meinem aüßersten Missfallen gegenüber der bairischen Hegemonie über die Sprache in Österreich Ausdruck verleihen.
Sind es nicht bereits 1032 Jahre, seit WIR nicht mehr Vasallen der Bayernherzöge, sondern eigenständige Österreicher sind? Was bilden sich die Sprachwissenschaftler ein, dass sie diesen Sachverhalt bisher noch nicht in ihre Arbeiten einfließen haben lassen!
Also: ich bin kein "österreichischer Mittelbaier" sondern ein wienerischer Österreicher mit allen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten zum abgestammten Sprachraum.
Wie sensibel mancherorts auch auf solch kleine Unterschiede reagiert wird, mag ein Verweis auf den Wikipedia-Artikel über das Innviertel verdeutlichen, wo es heisst:
"Wien begann anschließend sofort damit, durch Entsendung von Lehrern aus der Hauptstadt den ehemaligen Innbaiern den österreichischen Dialekt zu vermitteln, ein Vorhaben, das bei der Landbevölkerung auf wenig Gegenliebe stieß."
http://de.wikipedia.org/wiki/Innviertel
SO.
Schwa´m heisst schwemmen und nicht schwappen!
http://tinyurl.com/69mjbo


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