">
5 stars - 2 reviews5


Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Racker

(sehr) aufgewecktes Kind




Kommentare:


≡ Koschutnig, 08.10.2015
Kein spezif. österr. Wort! *Detlev Jöcker; Heinz Beckers: "Komm, du kleiner Racker : Neue Fingerspiel-, Kniereiter-, Gute-Nacht-, Lern-, Spiel- und Spaßlieder und Texte für die Kleinsten und für Kindergartenkinder", Menschenkinder-Verlag, Münster 1990. *Käthe Theuermeister: „Tobi, der kleine Racker “, Weicher-Verlag, Hannover-Berlin 1974 * Julie Kniese: „Zwei lustige Racker . Eine fröhliche Mädelgeschichte“, Loewe-Verlag, Stuttgart 1940

≡ Koschutnig, 08.10.2015
Friedrich d. Große: "Ihr Racker, wollt ihr denn ewig leben!" - Nun, 13733 preußische Racker sind in der Schlacht von Kolin gefallen. Das deutsche Schimpfwort „Racker“ hat mittlerweile viel von der einstigen Bösartigkeit eingebüßt. Hier ein alter Bericht (1857) einer noch um ein Jahrhundert älteren Anekdote um den Preußenkönig Friedrich II d. G. bei der Schlacht von Kolin („Collin“) am 18. Juni 1757 im Siebenjährigen Krieg mit Österreich :[quote:Wolfgang Menzels Literaturblatt, Jg. 1857:http://tinyurl.com/oph42an]Von der Schlacht bei Collin; die Schlacht ist verloren, 14 preußische Bataillone sind niedergeschmettert. Der König bemüht sich persönlich, die Fliehenden zu sammeln; aber die meisten beachten ihn nicht. Da soll der ergrimmte Kriegsfürst, wie eine früher nicht selten gehörte Erzählung, die sogar in Werken von Männern deutschen Namens, z. B. bei Göthe Platz gefunden hat, behauptet, die Worte geäußert haben: 'Ihr Racker, wollt ihr denn ewig leben?'[/quote]Der Racker-Satz findet sich z.B. auch im [quote: Honoré-Gabriel de Riquetti de Mirabeau, Lexikon aller Anstössigkeiten…, Leipzig 1789:http://tinyurl.com/plm238o] „Lexikon aller Anstößigkeiten und Prahlereyen, welche in denen zu Berlin in funfzehn Bänden erschienenen sogenannten Schriften Friedrichs des Zweyten vorkommen“ […] Wollte z.B. ein General seinen Truppen vor einer Schlacht Muth einsprechen, so würde es viel zu hart klingen, wenn er sagte: "Meine Kinder, beweiset es itzt, dass ihr Männer seyd [...]“ – Weit kürzer, weit angenehmer sagte Friedrich in der Kolliner Bataille : Ihr Racker! wollt ihr ewig leben.[/quote]


Kommentare können nur auf der Seite www.ostarrichi.org hinzugefügt werden !

Eigene Kommentare:


Falls Sie selbst Wörter eintragen möchten oder Kommentare zu diesem Wort hinzufügen möchten, so können Sie dies auf der Seite www.ostarrichi.org machen.
Das Wort ist auch im Bayrischen Wörterbuch zu finden.


© 2000 - 2018 www.ostarrichi.org




Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.