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Österreichisches Wörterbuch



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Germ

, der , -s

Hefe, Backhefe




Herkunft:


≡ Koschutnig, 06.08.2014
Germ: abgeleitet von 'gären' ( mhd. gerwen), Hefe: ein Nomen zu 'heben'



Kommentare:


≡ klaser, 05.09.2007
Fragender Einwand / einwendende Frage: Ich kenne nur "die " Germ. Es gibt aber bisher keinerlei Anmerkung dazu. - [http://www.manni.at/kochbuch/germteigsch.html] I.1.) Aus einem Drittel der Milch, etwas Zucker, 1 El Mehl und der Germ (HEFE) wird das sogenannte Dampfl (VORTEIG) erzeugt. Dazu werden die obigen Zutaten mit dem Schneebesen glattgerührt, leicht mit etwas Mehl bestaubt und mit einem Tuch zugedeckt. Das Dampfl an einem warmen Ort (nicht über 36 Grad, sonst ist die Germ kaputt) aufgehen lassen. Das Dampfl ist fertig, wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat und sich an der Oberfäche grobe Risse gebildet haben. Die Milch sollte lauwarm und nicht über 36 Grad warm sein. Abgekochte und abgekühlte Milch, oder Milch aus Trockenmilchpulver ist frischer Milch vorzuziehen. Frische, nicht abgekochte Milch ethält Enzyme, die die Feuchtigkeitsaufnahme des Mehls reduzieren. Weniger Flüssigkeit = weniger saftig.

≡ JoDo, 03.06.2008
schaut´s einmal nach bei: [http://oewb.retti.info/oewb-public/show.cgi?lexnr=hJr/NtvEJE7GGT1Bhi4xuy7tUo6LlkAellXskoMEgOYwbuv\MEGuuw==&pgm_stat=show]
Da gehts drunter und drüber, was den Artikel betrifft! Dürfte sich - vereinfacht gesagt - um ein West/Ost Gefälle handeln.

≡ Meli, 03.06.2008
@ JoDo.... Interessant...ich, für mich sage auch *die Germ*, man sagt ja auch *die Hefe*........ *gg Lg Meli

≡ Koschutnig, 03.06.2008
die/der Germ Ich war verblüfft, als ich in Duden-RS (1986) und ÖWB (35. Aufl., 1979) fand, in Österr. gelte nur d i e Germ, denn von meiner Mutter (aus Tirol) kannte ich nur "den Germ". Noch erstaunter war ich, als ich meine beiden Kärntner Kochbüchl (Setz und Miklau) konsultierte: immer "die Germ"! 'tschuldigung also, dass ich schon wieder über die Wiener Kochbuchautoren gelächelt hatte wie ja bereits darüber, dass ihnen zufolge jeder Rahm in Wien sauer sei!

≡ System1, 10.09.2012
... auch in Bayern ... ... die Germknödel sind ja sind ja auch eine für Bayern typische Spezialität.

≡ Standard, 03.07.2016
Der Begriff "Germ" (m) für gmd. "Backhefe" (f) ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch und de für "Backhefe": die Hefe (VWB S. 291) Der Begriff "Hefe" (f) für zahlreiche unterschiedlche Arten des Reiches der Pilze (Fungi) in der Domäne "Eukaryoten" (Eukaryota) ist hingegen eine gemeindeutsche Sammelbezeichnung. So gehört die Art "Backhefe" (Saccharomyces cerevisiae) biologisch zur Ordnung "Echte Hefen" (Saccharomycetales) in der Abteilung der "Schlauchpilze" (Ascomycota) . (nach Wikipedia) .

≡ Koschutnig, 21.07.2016
Die Autoren des ÖWB haben dazu gelernt: In der 42. Auflage ist "Germ" in Österreich nun sozusagen amtlich bisexuell: [quote: Österr. Wörterbuch , 42., neu bearbeitete Auflage (2014)] Germ die, - (ostöst.) = der, -s (westöst.): Backhefe[/quote] Übrigens rätselhaft: Wohin hat sich eigentlich der/die Biergerm verkrümelt? Kommt sie/er zurück – zusammen mit heimeligen Paradeisern und so unheimlich Unheimischem wie Veggies und Crackern? [quote:http://rinderwahnsinn.at/?p=1867]Alle Mütter konnten außerdem zwischen hausgemachtem Veggie-Apfelschmalz und Rohkost-Crackern wählen. Mediterran gewürzte gefüllte Paprika und Paradeiser und ein [wort:26890:Biergerm]-Kartoffel-Lauch-Strudel bildeten den Hauptgang[/quote]

≡ berberitze, 15.05.2017
"der Germ" wie "der Butter"?


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.