Fraisen , die

Krämpfe



Kommentare:


[ von Brezi am 2007-06-23 22:45:28 ]
erstaunlich wenige wissen, dass man in Österreich auch auf Hochdeutsch "die Fraise" sagen kann. Also ist diese Vokabel doppelt wichtig!

Fraisen/Frasn/Fraasn [ von Koschutnig am 2008-05-13 22:51:36 ]
Unter 'Fraisen' hab ich offenbar nicht nachgeschaut. Interessant ist, dass in einem städtischen Umfeld das mhd.[ei,ai] in diesem medizinischen Wort erhalten geblieben scheint, während der Diphthong im Bairisch-Österreichischen ansonsten doch zu [oa] und in Wien und in Kärnten durch das Vorbild der ausländischen Habsburger, Spanheimer und Babenberger zu einem "feineren"[a:] verschoben wurde, als die mhd. [i:] zu [ei, ai] diphthongierten, da ansonsten ja eine Lücke im Lautsystem entstanden wäre. Ähnlich übrigens beim lästigen Rauch, mhd.'rouh', der in den Städten durch den Schornstein entschwand und buchstäblich nicht mehr 'der Rede wert' war. Erst als die "truckene Trunckenheit" ihren Einzug hielt, wurde vom Rauchen als etwas Neuem wieder gesprochen.Die Bauern hingegen litten ununterbrochen am Rauch in ihren Stuben, sodass der Tabak nicht Neues brachte.:"Gemma ane raachen", heißt es daher in Kärntner Tälern.

[ von Paracelsus am 2009-01-20 23:00:12 ]
Wurde in den 80-er Jahern sogar in den Anamnesebögen der Inneren Medizin im AKH Wien abgefragt (habe unzählige während meines Studiums ausgefüllt). Gemeint waren Krampfanfälle: sowohl eileptische als auch Fieberkrämpfe. Umgangssprachlich benutze ich aber nur die Redewendung "in die Froasen fallen" mit der Bedeutung "sich so aufregen, dass man vor Wut zittert".


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