gach

schnell



Kommentare:


Schau gach amoi her. [ von Russi am 2002-10-16 00:51:28 ]
Sieh bitte schnell her.

An Gaachn haben/kriegen [ von Brezi am 2007-04-18 08:26:09 ]
Ich hätte das mit "einen Jähzornanfall haben/bekommen) übersetzt.

[ von joeditt am 2008-01-25 14:30:47 ]
Brezi liegt ebenfalls völlig richtig - die Grundbedeutung ist plötzlich, s. a. Eintrag gaach.

Daher heißt "an Gaachn ham/kriagn" wörtlich: "einen plötzlichen haben/kriegen" (einen Wutanfall).

Gaach heißt im Pinzgau schnell, [ von finaggl am 2008-01-25 17:32:57 ]
obwohl "an Gaachn kriagn" schon mit einem Jähzornausbruch gleichzusetzen ist. Für "plötzlich" haben wir eigentlich kein eigenes Dialektwort.

Nimmt man's genau [ von Koschutnig am 2009-01-13 17:48:40 ]
kommt nicht 'gach' von 'jäh', (und nicht 'zach' von 'zäh') sondern umgekehrt: 'gach' ist die ältere Form.
Unser gewachsener Dialekt gibt sehr häufig einen alten Sprachstand wieder.
Die meisten "stummen H" waren einst gesprochen ("gutturaler Reibelaut" [X]") und wurden unter "Ersatzdehnung" des Vokals stumm (mittelhochdeutsch 'gach' und 'ga' nebeneinander), sodass man das "-h-" als "Dehnungs-h" auch in Wörter einfügte, wo es historisch nie gewesen war (z.B. 'Stuhl')

j in 'jäh' ist norddeutsch wie 'janz jut'
"ä" (Jagatee, Kasnudeln) wurde im 19. Jh. in Österreich offiziell als [a:] ausgesprochen, Graz wurde "Grätz" geschrieben. (s. "Windischgrätz")

Interessant ist gegenüber "jäh" (= unvermittelt) die zusätzliche österr. Bedeutung von "etwa, vielleicht, u.U.":
2008-08-05 08:55:58(Fürstenfeld): "Bei uns heißt 'gach' schnell, wird aber auch anders verwendet. z. B.: 'gach verlierst as no!' Meist sind das Überlegungen und dergleichen..."

'gàch amól; gach dó net; warst gach selber durt?'


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