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Österreichisches Wörterbuch



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Abfertigung

, die , - , -en

Abfindung




Wortbeispiele:


≡ Russi, 12.03.2007
Beispiel: Mehr Geld, als er damals aktuell verdiente, wollte er nicht, und auch die Abfertigung, die er bei einem neuerlichen Wechsel verloren hätte, oder eine individuelle Pensionsregelung waren ihm gleichgültig. [Über Alfred Worm. Die Presse 6.2.2007]



Kommentare:


≡ Russi, 12.03.2007
Verwendung im deutschen Sprachraum Abfertigung wird durchaus im Sinne von "jener Stelle die etwas erledigt" verwendet, aber nicht im Sinne von Abfindung.

≡ Koschutnig, 28.11.2009
Aus dem " kleinen Wirtschaftswörterbuch" von brand eins online 10/2008: Österreichisch - Deutsch:
»Abfertigung, die: Abfindung, die
. Das klingt in bundesdeutschen Ohren grausam, ist aber exakt das Gegenteil davon. Eine Abfertigung ist eine Abfindungszahlung, die sich je nach Zugehörigkeit zum Betrieb zu einem hübschen Sümmchen addieren kann, das bei der Kündigung ausbezahlt wird.«

[http://tinyurl.com/yc2u96w]

Zu "Abfertigung alt" und "Abfertigung neu" siehe
[http://www.arbeiterkammer.at/online/abfertigung-neu-39067.html]

≡ Standard, 11.05.2016
Das Nomen "Abfertigung" für eine Entschädigung bei Entlassung ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch und de: die Abfindung Standard in ch: die Abgangsentschädigung (Variantenwörterbuch) [https://books.google.ch/books?id=UeAQ953ZaTAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q=abfindung&f=false]


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.