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Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Palatschinke

, die , -n

Pfannkuchen




Wortbeispiele:


≡ Russi, 21.02.2018
Äthiopier tunken Palatschinken ähnliche Fladen in Dals und Gemüse-Gerichte: Injera heißt das. [PR, 25.08.2017]



Herkunft:


≡ Russi, 21.02.2018
<ungar.> palacsinta von <lat.> placenta : Kuchen



Kommentare:


≡ bessawissa, 20.04.2007
"dünner" Pfannkuchen wäre treffender.

≡ Elli, 24.09.2007
hää ? ist das nicht ein dessert der tschechen ?! *oberlecker*

≡ JoDo, 25.09.2007
@Elli: Der Name Palatschinke kommt ursprünglich aus dem Rumänischen und wurde dort abgeleitet vom lateinischen Placenta für Kuchen und dann über das Ungarische (Palacsinta) in große Teile Mitteleuropas weiterentlehnt (Österreich, Tschechien, Slowenien, Kroatien etc.). Palatschinken sind dünner und feiner als der übliche Pfannkuchen und werden in Österreich, Ungarn und im Balkanraum sowohl herzhaft als auch süß gefüllt gegessen. Das reicht von Topfen (Quark), Marmelade, Nüssen, Kokos, Eis, Schokolade über Gemüse wie Spinat bis Fleisch (Hackfleisch). [de.wikipedia.org/wiki/Eierkuchen]

≡ JoDo, 25.09.2007
Siehe auch: [wort:8128:Omeletten]

≡ Josef, 14.12.2007
Auch so was gibt's! Das Wort ist bei uns in Bayern in den letzten Jahren fast so was wie ein "Lehnwort aus Österreich" geworden! Und es steht immer für "besonders feine Pfannkuchen"!

≡ JoDo, 05.08.2008
Nachtrag: Das rumänische ´Original´:
plăcintă bedeutet Fladen, und
plăcintă cu brânză soviel wie Topfenkolatsche.

≡ Brezi, 05.08.2008
Ergänzungen zu den Ergänzungen Das meiste Wichtige ist ohnehin schon gesagt. Aber evtl. noch zum Dualismus Omelette/Palatschinke: Meine Großeltern haben noch häufig zu dem, worum es hier geht, auch "Omlettn" (sowohl Ein- als auch Mehrzahl) gesagt, manchmal auch zu einer Marmeladepalatschinke im Spaß "Omladn". Palatschinke war aber immer das "einheimischere" von beiden Wörtern. Gut möglich, dass man es in den westlicheren Bundesländern (wo weniger Kontakt zu den übrigen Erbmonarchieländern bestand) nicht so kennt.

Als heutigen (mMn bundesweit üblichen) Standard würde ich sehen:
Palatschinke: Gerollter Pfannkuchen mit süßer Fülle. Crêpe: Dasselbe, nur mit pikanter Fülle. Omelette: Eine Eierspeise. Masse für den Fladen ohne Mehl, nur reines Ei aber im Gegensatz zur Eierspeis(e) )(für Deutsche: Rührei) durchgebraten und meist auch dicker. Wie diese nicht eingerollt, sondern flach serviert. In die Eimasse sind Zutaten wie Schinken oder Käse eingearbeitet. Meist sagt man in Österreich: das Omlett.

Meine Vermutung, wie der plăcintă ein zusätzliches a hineingerutscht ist: Im Ungarischen (wie auch im Finnischen) gibt es außer Fremd- und wenigen Lehnwörtern keine Wörter mit mehr als einem Konsonanten am Beginn. Werden Wörter aus anderen Sprachen übernommen, wird in den "Konsonantenhaufen" am Beginn ein Vokal vor oder nach dem ersten Buchstaben eingefügt. Vermutlich deshalb wurde daraus 'palacsinta' und wir haben es übernommen. Warum '-tschinke' und nicht '-tschinte', ist mir unbekannt. Vielleicht über das Slawische, wo ja öfter als bei uns Verkleinerungsformen gebildet werden, also vielleicht palačintka - palačinka - Palatschinke? Was sagt die Fachliteratur?

≡ Brezi, 05.08.2008
@Elli: definitiv nicht tschechisch. Die böhmische Spezialität, die unserer Palatschinke am nächsten kommt, ist die Liwanze (tschechisch 'livánce', meist im gleich lautenden Plural verwendet, weil man selten ein Stück allein serviert bekommt. Die Zutaten zur Teigmasse sind etwa dieselben. Aber der fertig gebackene, kreisrunde Teig wird nicht gerollt, sondern zweimal gefaltet, sodass ein Viertelkreis entsteht. Die Füllung kann verschieden sein: geriebene Nüsse, Marmelade, alles was süß und lecker ist ...

≡ Russi, 21.02.2018
Palatschinken werden sowohl herzhaft als auch süß gefüllt gegessen. Die Füllung reicht dabei von Topfen (Quark), Marmelade, Nüssen, Kokos, Eis, Schokolade über Gemüse wie Spinat bis zu Fleisch (Hackfleisch).


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.