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Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


kneisen

etwas verstehen




Kommentare:


≡ Koschutnig, 12.08.2010
Eher dunkel ist die Herkunft - aus der Gaunersprache Rotwelsch, von den Jenischen (oder ins Jenische, s. JoDos Links unter "kneißen") ) oder von einem mhd. `geneusen´ ?

Ersteres behauptet das Wörterverzeichnis TackoPediaK aus Münster, Westfalen (MünsterWiki - [http://wiki.muenster.org/index.php/TackoPediaK] ),
Letzteres das herzige „Remaraweng Boarisch. Alternativwörter zu norddeutschen und überstrapazierten Ausdrücken“
[http://www.bayerische-sprache.de/Index/Remaraweng%20Boarisch%20-%20Lehren/alternative%20Weada.htm]
gneißn / gneissn / kneißen [mhd. (ge) neusen = erproben, versuchen, spüren, wittern]
verwandt mit `neusen´ und `niesen´ (Vgl. `Nase´ und `übernasern´):
etwas erahnen, bemerken, verstehen, kapieren, vorausahnen
In Tirol "kneißen" statt "gneißen"

[http://tinyurl.com/29upvst]

≡ JoDo, 17.08.2010
aus meiner Sicht plädiere ich vehement für ein scharfes ß.
´kneißen´ oder ´gneißen´.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.