hatschen

marschieren, wandern (mühsam)



Kommentare:


Wird (zumindest in meiner Gegend) fast immer im Zusammenhang mit großer Strapaz verwendet [ von Brezi am 2007-06-06 03:52:40 ]
"Zwei Knaben stiegen auf den Gletscher / Sie wurden matsch und immer mätscher / Drauf sprach der Mätschere zum Matschen: / Jetzt kemma wieder owehatschen." *** Zum Wort "matsch": siehe dort

der lange weg [ von Feuerball am 2009-03-16 11:42:18 ]
kommt von der Hadsch - eine der Säulen des Islam, die lange und mühsame Reise nach Mekka

pseudo-gelehrte Volksetymologie [ von Koschutnig am 2009-03-16 19:29:45 ]
Hatscherter Hadschi ?
Se non è vero, è ben trovato...
aber die nette Erklärung, dass das 'Hatschen' mit der 'Hadsch' zusammenhänge (und damit käm' ja auch der Hadschi Halef Omar ins Spiel) ist tatsächlich nur eine nette Geschichte.
Offenbar gibt's außer der Volksetymologie auch eine Journalistenetymologie, die derlei in die Welt setzt oder nachplappert(wie z.B. dass Gründonnerstag von 'greinen' komme).
Denn:
(Univ.-Prof.) Maria Hornung: "Wörterbuch der Wiener Mundart": "hadschn (hatschen): mühsam, schwerfällig, schlurfend gehen. Bair.-österr. Sonderwort, Herkunft unsicher, evtl. mit 'hutschen' und 'hätscheln' verwandt"
oder
PeterWehle: "Sprechen Sie Wienerisch?": "hatschen: hinken, schwerfällig gehen, vermutl. lautmalend (vgl. Watschen, Pletschn, Flitschn), beeinflusst von Haxen, mhd. 'hakezen'; vielleicht v. mhd. 'hatsche' = Ente. Allenfalls würd ich mir noch slawischen Einfluss einreden lassen (tschech. 'chodit', kroat. 'hodati': gehen, wandern)"

Aber DER STANDARD (Dez. 2007): "Millionen Muslime beginnen Pilgerfahrt Hadsch" - verbindet wieder einmal die Haddj mit dem Hatschen -
jedoch: die meisten Pilger hatschen ja gar nicht, sie fliegen!


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