Österreichisches Wörterbuch



Marterl , das , -s , -

Bildstock

Österreichisches Wörterbuch : Marterl title=

Kommentare:


≡ JoDo, 19.09.2007
Bitte untertänigst um Verzeihung, aber heißt es nicht MARTERL?
Weil es sich allermeistens um ein Kruzifix handelt, also um die Darstellung einer Marter.
Dass man sogar sowas durch Versetzen in den Diminutuv noch verniedlichen kann, ist auch eine unserer Eigenheiten ...

≡ klaser, 01.01.2008
Ein wichtiges Wort, aber leider in Schreibung und Übersetzung ure daneben. @HeleneT: bitte ausbessern!

≡ Meli, 01.01.2008

≡ JoDo, 01.01.2008
Jetzt passt´s Danke Russi!

≡ Meli, 01.01.2008

≡ klaser, 02.01.2008
@meli Den Daumen verstehe ich auch nicht. Meine Absicht war ja, das Wort bis zum Verbessern unkommentiert zu lassen. Allerdings sind bei mir die Daumen jetzt grau, also passiv - habe ich zu fortgeschrittener Stunde unbedacht herumgeklickst? Zur Übersetzung meine ich, auch nach dem Nachlesen im Wikipedia, dass Bildstock ein Überbegriff ist, Marterln also spezielle Bildstöcke sind. Bilstöcke können auch die Form von Statuen haben, als Marterl kann man das dann nicht bezeichenen. Marterl=Teilmenge von Bildstock. Deshalb erlebe ich die Übersetzung so wie "Sturm = Traubengetränk". Zur Herkunft (aus Wikipedia):"Die österreichische/süddeutsche Bezeichnung Marterl leitet sich von der hl. Martha - die Schwester des Lazarus - ab, die ursprünglich oft auf den Bildstöcken dargestellt wurde." JoDos Erklärung ist also nicht wissenschaftlich fundiert, hat aber eine sekundäre Logik an sich - man kann auch mit einer falschen Prämisse zu einem richtigen Ergebnis kommen. Wie krieg' ich den (meinen?) Minusdaumen weg?

≡ JoDo, 02.01.2008
Marterl: (österr. bayr.) das; -s, -n [zu veraltet Marter = Darstellung des gegeißelten Christus] (bayr., österr.) Tafel mit Bild u. Inschrift, Holz- od. Steinpfeiler mit Kruzifix od. Heiligenbild [zur Erinnerung an ein Unglück].
DROSDOWSKI, Günther (Hrsg) (1994): DUDEN. Deutsches Universalwörterbuch. Hrsg. u. bearbeit. v. Wissenschaftlichen Rat u. den Mitarbeiter d. Dudenredaktion unter Leitung v. Günther Drosdowski. Mannheim Wien Zürich.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Bildstock#cite_note-0]
[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=oav&datum=18880004&seite=00000129]

≡ Amalia, 02.01.2008
ja, nun kann man es bewerten, auch mich hielt der falsche Eintrag davon ab

≡ Meli, 02.01.2008

≡ system02, 02.01.2008
Marterl - Bildstock Ein Marterl wird (bei uns zumindest)als kleine Gedenkstätte bei einem Unfall oder Unglück an der Stelle des Geschehens errichtet, oft mit Bildern des Hergangs versehen, früher gemalt, heute mit Fotos, häufig in Verbindung mit einem Kruzifix, manchmal mit einer Madonna. Ein Bildstock zeigt nur ein Kruzifix und/oder einen Heiligen (Schutzpatron) Hier [http://www.sagen.at/fotos/showgallery.php/cat/520] gibt es eine Marterlsammlung

≡ karlitos, 12.03.2015
Bei uns auch in Verwendung.

≡ ant18ikes, 12.03.2015
A bisserl gemartert muss sein! Aber das Wort ist mir vertraut.

≡ Sigurd, 12.03.2015
Ein durchaus vertrautes Wort.

≡ joggl, 12.03.2015
Im Raum Retz, wo wirklich eindrucksvolle und aufwändige "Marterln" stehen heißen sie MARTER (die)

≡ Ira, 12.03.2015
Ein Marterl muss auf jeden Fall einen religiösen Bezug haben (Kreuz, Heiligenbild od. -statuette); eine reine Erinnerungsstelle an Unfall etc. mit Foto und Blumen ist m.E. kein Marterl.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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