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Österreichisches Wörterbuch



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Teebutter

Bezeichnung für Markenbutter (Qualitätsbezeichnung)




Kommentare:


≡ JoDo, 27.08.2006
Drei Erklärungen: Die Bezeichnung Teebutter stammt aus dem Jahr 1904, als das britische Königshaus erstmals Butter aus dem österreichischen Schärding orderte. Diese wurde dort zu Teegebäck verarbeitet, das zum Fünf-Uhr-Tee serviert wurde. Hieraus entstand die Bezeichnung Teebutter, die heute der Butter der Güteklasse eins nach dem österreichischen Lebensmittelcodex entspricht.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Butter#Qualit.C3.A4tsstufen] ______________________________________________________________________________________________________________

Einer schönen Legende nach leitet sich die Bezeichnung "TE E" für Teebutter aus der Abkürzung "TE" für Teschen und "E" für erzherzogliche ab. In der ehem. österr. Monarchie bezog der Kaiserhof die Butter aus den besten Lagen Schlesiens mit der Stadt Teschen, Daher die Bezeichnung:"TEschener Erzherzogliche Butter...
Zitat: Apropos "Tee": Seit 1895 wurde die TE.E.-Butter aus der Te(schener) E(rzherzoglichen) Molkerei nach Wien geliefert, woran noch heute die Bezeichnung "Teebutter" erinnert.
[http://www.albertina.at/jart/prj3/albertina/main.jart?rel=de&content-id=1215680373856] ______________________________________________________________________________________________________________

Noch was:
[http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?id=20041]
...Und Tee-Butter hat nichts mit englischen Butterkeks zur Teestunde zu tun, sondern kommt aus dem Ungarischen (Tej = Milch). Auch die nur in Österreich bekannte alte Margarinesorte Thea hat ihren wohl absichtlich irreführenden Namen davon abgeleitet....

≡ System1, 19.01.2008
der Butter In Österreich sagt im Gegensatz zur Schriftsprache (die) umgangssprachlich der Butter. So wie auch das Teller.

≡ JoDo, 29.08.2008
das Ganze wissenschaftlich: Teebutter, ‘eine feine Butter’ (ÖWB 2001: 591), ist ein Terminus der Warenkunde, der bis in die Zeiten Österreich-Ungarns zurückreicht.
Seit damals unterscheidet der österreichische Lebensmittelkodex bei der Butter unterschiedliche Qualitätsstufen:
Teebutter bezeichnet die höchste Güteklasse. Sie besitzt einen mild-säuerlichen Geschmack bei Sauerrahmbutter bzw. einen Obersgeschmack bei Süßrahmbutter. Für die Herstellung darf nur Milch oder Milchrahm verwendet werden.
Als Güteklasse folgt die Tafelbutter, die bereits leichte Geruchs- oder Geschmacksfehler aufweisen kann.
Die niedrigste Güteklasse bildet die Kochbutter, die außer zum Kochen auch zur Herstellung von Butterschmalz und Butterreinfett verwendet wird.
Alle anderen gängigen österreichischen Bezeichnungen wie Almbutter, Bauernbutter, Fasslbutter, Frühstücksbutter, Grasbutter, Landbutter, Primina, Sennereibutter, Sommerbutter etc. benennen keine eigene Qualitätsstufe.
[http://homepage.univie.ac.at/Stefan.Newerkla/Teebutter.pdf]

≡ Brezi, 29.08.2008
Auch wenn ich das Wort aktiv nicht verwende, dennoch einen Daumen wert, weil als Aufschrift in Österreich allgegenwertig und so eigentlich zur "Esskultur" gehörig.

≡ Meli, 29.08.2008

≡ JoDo, 29.08.2008
@meli: Ein richtiger Krimi!
Ich habe die Geschichte mit der Schärdinger Butter zum Fünfuhrtee auch immer für das Maß der Dinge gehalten (bis 2005). Aber 2006 erschien die Arbeit von Herrn Newerkla und schmeißt mit wissenschaftlicher Akribie und Gründlichkeit das Ganze über den Haufen.
Les´ Dir die paar Seiten auf:
[http://homepage.univie.ac.at/Stefan.Newerkla/Teebutter.pdf]
durch! vlG JoDo

≡ Meli, 29.08.2008

≡ Koschutnig, 29.08.2008
Salto: Derzeit preist ein Lebensmittel-Diskonter (weder H... noch L...) deutsche "Weidestern-Markenbutter" als "DEUTSCHE TEEBUTTER"(!!!) an ("€ 0,95, solange der Vorrat reicht").

≡ Standard, 27.05.2016
Teebutter (at) Markenbutter (de) Vorzugsbutter (ch) (VWB)


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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