Österreichisches Wörterbuch


Eichkatzerl
, das , -s , -
Eichhörnchen

Eidotter
, der , -s , -
Eigelb ; Beispiel: Cholesterinreiche Nahrungsmittel sind etwa Innereien, tierische Fette, Schalen- und Krustentiere sowie Eidotter (maximal zwei Eidotter pro Woche). [Die Presse 8.1.1997]

Eierpecken

Osterbrauch bei dem zwei Eier gegeneinander geschlagen werden

Eierschwammerl
, das , -s , -n
Pfifferling

Eierspeise
, die , -e , -n
Rührei

Eiklar
, das , -[e]s , -
Eiweiss

ein Bankl reissen

sterben

ein Glasaug spucken

Ein blaues Auge hauen

ein hatscherter/hatschender Vergleich

ein hinkender Vergleich ; [hatschat]

ein Schnoferl ziehen

beleidigt sein

ein Weh sein

ein Schwächling sein

ein/kein Leiberl haben

eine/keine Chance haben

eindepschen

eindrücken

eine fransen

eine Ohrfeige geben

eine ruhige Kugel schieben

faul sein, einer sehr gemütlichen Tätigkeit nachgehen

eine Wuchtel drucken

eine gute Zote reissen

Einedrahrer
, der , -s , -
Angeber

einen Baum aufstellen

sich entschlossen quer legen

einen Drahra machen

durchfeiern

einen Fetzen haben

betrunken sein

© 2000 - 2017 Roland Russwurm auf www.ostarrichi.org




Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.