Österreichisches Wörterbuch


Tachinierer
, der , -s , -
Faulenzer, Drückeberger

Tacke

Matte, Fußmatte, Fußabstreifer

Taferlklasse
, die , -n
1. Klasse Volksschule

Taferlklassler
, der , -s , -
Schüler in der ersten Klasse Volksschule

Tapper
, der , -s , -
Abdruck, Fingerabdruck, Fußabdruck

Tapperl
, das , -s , -n
leichter Schlag, Klaps

Taschenfeitel
, der , -s , -
einfaches Klappmesser, Taschenmesser ; Es singt der Tischler Valentin in Raimunds "Verschwender": Glaubt mir doch, ihr lieben Leutel, Auf der Welt ist alles eitel, Denn kaum trinkt man vierzehn Seidel, Hat man schon kein Geld im Beutel, Schnappt vom Fuß bis zu dem Scheitel Zsamm als wie ein Taschenfeitel, Alles eitel. Noch ein Seidel!

Tätschen
, die , -
Ohrfeige

taugen

gefallen

Taxler
, der , -s , -
Taxifahrer

Tazzerl
, das , -s , -n
Untersetzer

Tazzerl
, das , -s , -n
kleiner Untersetzer ; Herkunft: Das Wort kommt ursprünglich von dem arab. tas (=Schälchen) welche im ital. zu tazza (=Tasse) wurde. Aus dem ital. wanderte das Wort in den süddeutschen Raum.

Teebutter

Bezeichnung für Markenbutter (Qualitätsbezeichnung)

Telefonhüttl
, das
Fernsprechzelle ; Beispiel: Nur die öffentlichen Telefonhütten an Straßen, öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen waren so gut wie nicht betroffen, weil sie von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig sind. [Die Presse 16.8.2003]

Telefonwertkarte
, die , - , -n
Telefonkarte

terrisch

taub ; Herkunft: mhd. toerisch = töricht

© 2000 - 2017 Roland Russwurm auf www.ostarrichi.org




Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.