Österreichisches Wörterbuch

Rufzeichen (!)

Ausrufezeichen


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie:

Kommentar am 11.08.2007
Bei uns: Ohne dem ersten e: Rufzeichen

Kommentar am 11.08.2007
In D ferner gehört: Ausrufungszeichen

Vorschlag am 12.08.2007
Perfekt Das ist mir hier schon so oft aufgefallen !

Kommentar am 13.09.2013
Aus einer (dt.) Antwort auf die "Gute Frage", ob ein Punkteabzug für die Volksschülerantwort "Punktzeichen" anstelle von "Punkt" gerechtfertigt sei:
»Absolut korrekt bewertet vom Lehrer. Die Schüler haben die Bezeichnungen der Zeichen gelernt und sollen sie nun anwenden [...]. Es können deshalb nur ungefähre oder nur ähnliche Bezeichnungen nicht akzeptiert werden, bei denen man sich denken kann/ muss, was gemeint ist. Sonst wären doch z.B. bei 2. (Ausrufezeichen) auch "Schreizeichen", "Rufzeichen" o.ä. okay.«

Kommentar am 01.06.2015
Auf jeden Fall auch in Bayern! Ich (Nürnberg) habe auch Rufzeichen gelernt. Ausrufezeichen empfinde ich als schriftliche Alternative, gesprochen aber als norddeutsch.

Kommentar am 03.06.2015
Was die Deutschen nördlich der W.w.-linie nicht alles anders sagen, schreiben,...

Kommentar am 11.05.2016
Das Nomen "Rufzeichen" für das Imperativzeichen ist österreichisches Standarddeutsch. Das "Ausrufezeichen" ist gemeindeutsch (Standard in at, ch und de). Ausserdem: Standard in de: das Ausrufungszeichen Standard in ch: das Ausrufzeichen (VWB) .

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.