Österreichisches Wörterbuch

Vierteltelefon

1 Telefonanschluß für 4 Teinehmer


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie: Technische Begriffe

Kommentar am 19.02.2008
Kommentar... ist allerdings heute nicht mehr gefragt und angeblich in Meidling 1905 zum ertsen Mal eingerichtet worden, da die Leitungen nicht mehr ausreichend waren. Mit einem Knopfdruck konnte man prüfen, ob die Leitung frei war. Manchmal hörte man es klicken, wenn ein Teilnehmer sein Telefon benutzte. Lg meli

Kommentar am 20.02.2008
bekannt und (nicht mehr) verwendet??! Gibts das Vierteltelefon noch immer, oder...? Hlw.

Kommentar am 20.02.2008
@ Halawachl... das Vierteltelefon gibt es schon lange nimmer. Als ich 1980 in meine neue Wohnung gezogen bin, gab es diese Telefone noch, weil ich es noch einige Jahre hatte. Es gab auch noch *halbe* Telefonanschlüsse. Später hat die Post alles auf ganze Telefonanschlüsse umgestellt. Lg meli

Kommentar am 24.02.2008
1983 in meine jetzige Wohung eingezogen und bekam damals auch noch einen Viertelanschluss. Die Umstellung auf "ganze Telefone" (eigentlich ist das auch ein eintragenswertes Wort!) muss Anfang der 90er passiert sein und erfolgte flächendeckend im Zuge einer rigorosen Umstellung, bei der auch die Nummern bestehenden "ganzen" Anschlüsse durch Einflicken einer Ziffer an 2. Stelle von 6 auf 7 Ziffern verlängert wurden (früher konnte man an den ersten beiden Ziffern jeder Wiener Nummer das Wählamt ablesen, an den das Telefon angeschlossen war und so schon aufgrund der Nummer die Gegend schätzen, wo der Inhaber zuhause war, was beim ersten Austauschen der Telefonnummern frisch Verliebter zu einem gewissen Taxierverhalten auf beiden Seiten führen konnte.

Kommentar am 10.03.2008
>>>> d >>>>Daumen - Wer es noch selber kennt, muß es topbewerten -sh-

Kommentar am 10.03.2008
Ein Teil historischer technischer .. Geschichte Österreichs, die mir persönlich als Eintrag sehr gefällt und erhaltenswert ist. LG -sh-

Kommentar am 13.05.2009
ich hatte bereits den Viertelanschluß kommentiert ... tatsächlich aber war VIERTELTELEFON das gebräuchlichere Wort. Also ca. 1981 gab es zumindest in Liesing noch Vierteltelefone. Wie schon erwähnt, markant war der Kasten an der Wand mit den Relais. Deren Klappergeräusche konnte ich als Kind eindeutig zuordnen und wusste noch vor dem Klingeln, dass wir angerufen werden, ein ähnliches Klappern bedeutete, daß einer der anderen Teilnehmer telefonierte und man selbst nicht erreichbar war bzw nicht telefonieren konnte. Um zu telefonieren, musste man an den speziell konstruierten Apparaten einen Knopf für mehrere Sekunden drücken, 'es klapperte im Kasten' und erst dann erschien ein Freizeichen. Wenn aber gerade einer der anderen Teilnehmer telefonierte, so hatten die Apparate eine Art mechanische Anzeige dafür - so was ähnliches wei eine kleine runde Scheibe an einem Elektromagneten. Tatsächlich ist das Vierteltelefon ein Stück Ö Geschichte. In Deutschland gab es auch Städte wo sich 2 Wohnungen einen Anschluß teilen mussten, Viertler waren aber unüblich, ebenso wie der Ausdruck Vierteltelefon oder eben Viertler oder Viertelanschluß

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.