Österreichisches Wörterbuch

Nachtmahl , das

Abendessen


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie: Essen und Trinken

Kommentar am 09.04.2008
Ich würde... auch *Abendessen* als Übersetzung vorschlagen. Lg meli

Kommentar am 09.04.2008
@meli und Lude.. Habe es abgeändert, danke auch hier für guten Vorschlag -sh-

Kommentar am 24.01.2014
"Abendbrot" als "Übersetzung" wäre evtl. eine passend unösterr. Bezeichnung für die Abendmahlzeit gewesen, obschon ja wohl auch hierzulande ...

Interessant übrigens:
1561 erschien in Magdeburg
"Der Prediger zu Bremen Bekantniß / vom Nachtmal Jesu Christi. Und Doctoris Tilemani Heshusii Bekantniß vom Nachtmal Jesu Christi. Dem Churfürsten Pfaltzgrauen beym Rein vberantwortet. Und Das Jesu Christi warer Leib und Blut im heiligen Abendmal gegenwertig sey / wider den Rottengeist"
Anschauen: [http://tinyurl.com/q5avej3]

Kommentar am 25.01.2014
Zu welcher Zeit wird in Ö das "Nachtmahl" eingenommen? Als junge Leut bereiteten wir uns im Internat (Studentenwohnheim) nach mitternächtlicher Heimkehr öfters ein Nachtmahl. Das war dann freilich nicht mehr ein Abendessen. Ich denke jedoch, dass mit dem Nachtmahl das deutsche Abendessen gemeint ist, meinetwegen auch Abendmahl; das als Übersetzung angegebene (Nachtessen) würde mich hingegen an unser mitternächtliches Nachtmahl erinnern.

Kommentar am 25.01.2014
Früher einmal kam bei uns der Herr Papá um 18 Uhr abends (Segse ãufd´ Nåchd) vom Büro heim und bekam von Frau Mamá meist einen Teller Suppe oder sonstwas Kleines zum Nachtmahl. Heute ist das alles anders.
Vergleiche auch:
auf d´Nacht aufdnacht

Kommentar am 20.06.2016
Das Nomen "Nachtmahl" (n) ist nicht mundartlich ausgesprochen österreichisches Standarddeutsch für gmd. "Abendessen" (n). Standard in de: das Abendbrot Standard in ch: das Nachtessen, das Znacht (VWB)

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.