Österreichisches Wörterbuch

in seiner Gachen sein

Im Zorn sein


Art des Eintrages: Wendung
Kategorie: Zwischenmenschliches, Gemütszustände, Befindlichkeiten

Kommentar am 13.01.2009
in meiner... ..gachn hob i eahm nocha ane angschobm, herr rat.

Kommentar am 13.01.2009
Wuppl, ich kenne "in der Gnade (Gottes) sein", aber "im Zorn sein" ist schlechtes Deutsch. Die dt. Übersetzung wäre "in meinem Zorn (habe ich dieses und jenes getan)". Auch das "seiner" würde ich gegen "im" austauschen. Ansonsten ist Gachn gut, obwohl wir in Kärnten eher sagen "einen Gachen haben" oder auch "i bin gachig". lG, Weibi

Kommentar am 13.01.2009
Finde im Zorn sein jetzt auch nicht so toll, aber ändere das auf keinen Fall auf "im Gachen sein", da wo ich herkomme, sagt man ganz sicher "in meiner Gachen hob i". Im Gachen würde ich eher als "auf die schnelle" auffassen.

Kommentar am 14.01.2009
Vergleiche: Gacher

Kommentar am 14.01.2009
ich verstehe... ...die unterschiede und habe eh vorher brav gesucht...es finden sich allerdings wirklich unterschiede..."in seiner gachn (seiend)" ist eher ein exploratives gerundium-attribut zur beschreibung des gehabten zustandes während "einen gachen kriegen" mir eher als "präzorning" bekannt ist ("foah weida, bevua i an gachn kriag")......speziell das "seiner" ist meines erachtens im wienerischen wichtig. lg wuppl

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.