Österreichisches Wörterbuch

Wadel , das

Wade


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie:

Beispiel am 21.08.2005
Beispiel: Mehr als nur ein Beweis, dass das Klischee von Sport-Trotteln, die das Hirn im Wadel haben, längst nicht mehr stimmt. (Die Presse 12.1.2005)

Kommentar am 14.09.2015
Wieder ein allgemeinbairisches Wort, das man auch in München kennt. Bis über die Dialektgrenze geht es aber nicht: wir in Nürnberg sagen Wådn. Ich kenne vor allem den "Wadlstrumpf" als Teil der bayerischen Tracht.

Kommentar am 15.09.2015
Ich kenne das Wort nur ohne gesprochenes d, mit zerquetschtem l am Gaumen: [Waln].

Kommentar am 15.09.2015
das Wort ist sehr gebräuchlich. Ich kenne es als Wadel

Kommentar am 16.09.2015
Altbekannter Werbespruch :"Servas, die Wadln!"....(Werbung für mehr sportliche Betätigung, angelehnt an Heinz Conrads Publikumsbegrüßung "Servas die Madln, servas die Buam!")

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.