Österreichisches Wörterbuch

Taferlklassler , der

Schüler in der ersten Klasse Volksschule


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie:

Kommentar am 23.06.2007
Kommt aus der Zeit, in der die Erstklassler (-klässler sage ich als Austriak nicht) noch mit Griffeln auf kleinen Schiefertafeln schrieben. Mit dem Federstiel durften sie erst ab der Zweiten hantieren. Daher auch das alte Gedicht: "Erste Klasse - Taferlkratzer, zweite Klasse - Tintenpatzer ..." Selten ein Gedicht gehört, das sich so schlecht reimt, aber es war bis in die Zeit der Patronenfüllfedern jedem Kind bekannt.

Kommentar am 24.08.2007
@ Brezi Reim Ich kenne die Version: Erstklassler – TafelKRATZER Zweitklassler – Tintenpatzer bei der sich der Reim besser einstellt. :-)

Kommentar am 24.08.2007
Lieber Zaglbauer! Danke für diesen Hinweis. So wie ich es ursprünglich geschrieben hatte (-klassler) war es NATÜRLICH falsch. Ich habe es jetzt ausgebessert und freue mich, dass du dir die Mühe gemacht hast, so genau zu lesen. LG Brezi

Kommentar am 03.06.2016
Das Nomen "Taferlklassler" (m) ist österr. Umgangssprache (also nicht österreichisches Standarddeutsch) und bezeichnet ein Kind in der 1. Klasse der Primarstufe. Gemeindeutsch: der Schulanfänger, der Abc-Schütze Standard in ch: der Erstklässler (Duden)

Kommentar am 28.06.2016
Erste Klasse: Tafelkratzer Zweite Klasse: Tintenpatzer Dritte Klasse : Luftballon) Vierte Klasse : Fliegt davon)

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.