Österreichisches Wörterbuch

Nachtkästchen , das

Nachttisch


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie:

Kommentar am 01.06.2007
Schriftsprachen-Version; präzise Übersetzung: NachtSCHRÄNKCHEN Sehr selten, weil in Druckwerken die norddeutsche Sprachkolonisation zuschlägt. "Nachttisch" ist da am häufigsten, obwohl es oft "Nachtschränkchen" heißen müsste, wann unta da Plattn net nua Haxn san); (über)lebt eher in der gesprochenen Version als "Nochtkastl".

Kommentar am 08.06.2008
M.E. zu unrecht im Buck, siehe auch die Bemerkungen!

Kommentar am 11.05.2016
Das Nomen "Nachtkästchen ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch und de: der Nachttisch Standard in de: das Nachtschränkchen

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.