vergogeln

Österreichisches Wörterbuch

vergogeln

verschätzen


Art des Eintrages:
Kategorie:

Kommentar am 22.12.2007
die Übersetzung trifft's m.E. nicht ganz. "sich vertun" ist die Grundbedeutung, "sich verschätzen, u.U. mit nachteiliger Folge" oder so müsste es daher heissen. Beispiele: Wie hoch glaubst' ist der Berg? -1300-. Na, der is nua 1150. Hier wird die Antwort ehr nicht lauten: Ui, do hob i mi vagaglt. Aber: Ein nach Daumen x Pi zugeschnittenes Brett erweist sich als zu kurz. Da kann ich mir "Ui, do hob i mi vagoglt" gut vorstellen.

Kommentar am 22.12.2007
Stimme klaser zu Ich kenne es auch nur als vertun. Verschätzt stimmt eigentlich nur dann, wenn man sich beim schätzen vertan hat.

Kommentar am 22.12.2007
"klaser" sagt´s richtig! "sich vertun" ist die Grundbedeutung

Kommentar am 22.12.2007
150 Einträge später kommt die bessere Übersetzung:
[http://www.ostarrichi.org/woerterbuch.html?wort=5251]

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.