Österreichisches Wörterbuch

eine ruhige Kugel schieben

faul sein, einer sehr gemütlichen Tätigkeit nachgehen


Art des Eintrages: Wendung
Kategorie:

Kommentar am 03.03.2010
Ein drastisches Beispiel für das Versagen des Kollektivs in der Einschätzung... der Verbreitung...
"Klick." Jetzt hat Manfred Schmelz, Herr der Bahnhöfe, weil Leiter der Bauunterhaltung bei der Verkehrsgesellschaft, MOB und LZA dingfest gemacht. Mit seiner Kamera. Bald werden die beiden "Tags" im Polizeicomputer sozusagen in Untersuchungshaft sitzen. Und eines Tages werden die Polizisten von der AG Graffiti am Frankfurter Polizeipräsidium feststellen, wer sich hinter MOB und LZA verbirgt. Wären da nur diese beiden, könnten die fünf eigens von der Verkehrsgesellschaft gegen Sprayer, Schmierer und Kratzer eingesetzten Ermittler eine ruhige Kugel schieben."
Quelle: [http://www.faz.net/s/RubABE881A6669742C2A5EBCB5D50D7EBEE/Doc~EEA29D2E052894ECBB3C71988F901BB09~ATpl~Ecommon~Scontent.html]

Kommentar am 16.05.2016
ugs. in at, ch und de

Kommentar am 23.01.2017
"eine ruhige Kugel schieben" ist nicht typisch österreichisch

Kommentar am 23.01.2017
Nicht typisch österreichisch. Die zweite Umschreibung passt außerdem überhaupt nicht.

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.