Österreichisches Wörterbuch

unter der Tuchent

klammheimlich, diskret


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 06.05.2007

Bekanntheit: 75.2727%

Beurteilung: 46 | 2

Kommentar am 07.05.2007
Lustige Parallele: engl. 'under cover'. Ich möcht' sowieso einmal alle Dialektbegriffe sammeln, wo wir dem Englischen näher sind als dem Hochdeutschen (entweder etymologisch oder von der Übersetzung her: Faam, Pippm, aufdrehen, Frauenkäferl (=foam, pipe, turn on, ladybird).

Kommentar am 17.07.2011
Redewendung: Unter einer Tuchent stecken Redewendung: Unter einer Tuchent stecken - Bedeuteung: gemeinsame Sache machen (meist heimlich)

Kommentar am 15.11.2015
Gängige Redewendung.

Kommentar am 16.11.2015
Man könnte auch sagen: "Heimlichtuerei im Sinne einer konspirativen Sache"; wird noch deutlicher durch die Phrase "die stecken unter ana Deck'n" oder eben "...unta ana Tuchat" (wobei mundartlich tatsächlich "Tuchent" im südlichen Niederösterreich, wo ich aufwuchs, zu "Tuchat" verkommt).

Kommentar am 30.11.2015
heimlich über etwas reden

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unter der Tuchent






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.