Österreichisches Wörterbuch

Safaladi , die

(Zervelat-) Wurst


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie: Essen und Trinken

Kommentar am 13.05.2007
Wurstsorte, heute kaum noch bekannt. Billig und vermutlich nicht besonders gut
"Safaladinger" wurde auch abwertend über einen versandelten Menschen gesagt.

Kommentar am 15.05.2007
Kennen Sie einen Satz mit.. Wladiwostok? -No?- "Wo is die Safladiwostoglegn is?"

Kommentar am 03.10.2014
Safaladi-Schmäh war mir vor meiner Matura (1955) bekannt

Kommentar am 22.04.2015

Safaladi/Savaladi f. Zervelatwurst: Der nach J. Ebner schon veraltete, nach anderen Autoren landschaftliche (so bei W. Teuschl, Wiener Dialektlexikon: Safalade auch 'Lüge, Unfug, Blödsinn; Speichel', Safaladebruader ’vertrauensunwürdiger Mensch’, bei P. Wehle mit umgestelltem, nicht vokalisiertem -r- Saverladi ’Brühwurst ’) Austriazismus repräsentiert, wenn auch lautlich erheblich modifiziert, den italienischen Plural cervelatti der aus Mailand stammenden, ursprünglich unter Verwendung von Schweinehirn hergestellten Wurstsorte cervellato m. [...] Servela m./.f. als süddeutsche Variante der seit dem 17. Jh. bezeugten verdeutlichenden Zusammensetzung Zervelatwurst (1676 Servilat-Wurst ), die heute eine Dauerwurst aus Schweinefleisch, Rindfleisch und Speck bezeichnet.
Boris Parashkevov, Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur. Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen( 2004):http://tinyurl.com/kqwytfj


Kommentar am 01.07.2016
ist mir völlig fremd, noch nie gehört.

Beispiel am 25.10.2017
"Du schaust aus wia a Safaladi!" - Sagt man (unverblümt, bildhaft) zu jemandem der ein zu enges Kleid bzw. zu engen Mantel anhat.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.







Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.