Österreichisches Wörterbuch

Gewurl , das

Durcheinander, Gedränge


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 02.06.2007

Bekanntheit: 82%

Beurteilung: 66 | 1

Kommentar am 02.06.2007
Ich nüchterner Mensch, hätte vermutlich "Gewimmel" bei der Übersetzung geschrieben. Aber das wäre fad gewesen. Ich bewundere deine Originalität. Ameisenversammlung. Hast du je daran gedacht, Kinderbuchautorin zu werden? Die kleinen Leserinnen und Leser müssen sich bei deiner Lektüre abpecken.

Kommentar am 02.06.2007
Durchaus treffend ... ... allerdings würde ich bei der Übersetzung eher etwas kürzeres wählen und den Rest als Kommentar dazupacken.

Kommentar am 02.06.2007


Kommentar am 23.01.2010
Wurde schon 2007 angeregt, leider ist das "Gewimmel" bis heute noch nicht in die deutsche Übersetzung eingeflossen!

Kommentar am 02.09.2015
Wieder ein allgemein bairisches Wort. Ich als Nürnberger würde es verwenden (Nürnberg liegt knapp außerhalb der bairischen Dialektgrenze). Ich glaube aber, dass es in Nürnberg ein Münchner Lehnwort ist. "Wurlert" auch.

Beispiel am 03.09.2015
eher drei- als zweidimensional. also ein Gewoge in alle Richtungen, mit Chaosqualität

Kommentar am 03.09.2015
restless leg-Beschwerden können auch als "Gewurle" wahrgenommen werden

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Gewurl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.