Österreichisches Wörterbuch

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Eichkatzerl , das: Eichhörnchen

Eidotter , der: Eigelb

Eierschwammerl , das: Pfifferling

Eierspeise , die: Rührei

E͟iklar , das: Eiweiß

eindepschen : eindrücken

Einedrahrer , der: Angeber

Einen Gu̲ten (Appetit) : Guten Appetit

einen Hacker machen : einen Zug von der Zigarette (auch von einer Flasche einen Schluck )machen

einen Hạdern drauf haben : mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sein

einen hocken haben : betrunken sein

einen Schla̲f haben : schläfrig sein

einen Tango machen : sich lautstark aufregen, beschweren; übermäßig aufhebens machen

einen Tọpfen reden : einen Blödsinn sagen

eingehen : 1. sterben (für Pflanzen, Tiere oder auch Firmen) 2. einlaufen, kleiner werden

einhauen : gierig, mit großem Appetit essen

eini, eine : hinein

einlassen : bohnern (Fußboden), imprägnieren (Leder, v. a. Schuhe), mit Poliermittel behandeln (Möbel)

einmal umfallen : kurze Entfernung

einnähen : an sich bringen

einsagen : vorsagen

einscheren : beerdigen, begraben

Einschicht : Öde, Einsamkeit

Einschichthof , der, -(e)s, -höfe: Bauernhof, recht abgelegen, vereinsamt gelegen

einschichtig : einzeln (wenn eigentlich ein Paar oder mehrere Exemplare erwartet werden)

E͟inserschmäh : besonders gefinkelter Trick, kann aber auch das genaue Gegenteil bedeuten - also ein besonders simpler Trick sein.

Einsiedeglas , das, -es, -gläser (-glasln: Einweckglas

Einspänner , der: Filterkaffee oder Mokka mit Schlagobershaube (Schlagsahnehaube), in einem Trinkglas serviert; auch Fiakerkaffee

einsperren : einschließen

Eintropfsuppe , die: Tropfteigsuppe

einwassern : jemanden betrunken machen

E͟itrige , die: Käsekrainer

eitzerl : ein wenig, ein bisschen

Elferfrage : heikle, schwierige Frage

Energieferien , die: Semesterferien (Schulferien im Februar, eingeführt mit dem Ziel, Heizkosten zu sparen)

Engelmacherin , die: eine Frau die Abtreibungen vornimmt

eppa : 1. etwa, tatsächlich 2. vielleicht

Eprouvette , die: Reagenzglas; Probierröhrchen

Ẹrdapfel , der, -s, -äpfel: Kartoffel * Erdäpfel, gekochte: Pellkartoffel * Ẹrdäpfelacker: Kartoffelacker * Ẹrdäpfelbauer: Kartoffelbauer

Ẹrdäpfelgulasch , das: Kartoffelgulasch

Ẹrdäpfelkäse, Ẹrdäpfelkas , der: Kartoffelkäse; ein Aufstrich aus zerdrückten Kartoffeln, Rahm und Gewürzen

Ẹrdäpfelknödel , der: Kartoffelknödel; Kartoffelkloß

Ẹrdäpfelkoch , das: Kartoffelbrei; Gericht der Wiener Küche

Ẹrdäpfelpüree , das: Kartoffelbrei; Kartoffelpüree

Ẹrdäpfelsterz , der: Kartoffelmasse, geformt und geröstet

Erlagschein , der: Überweisungsauftrag

es wird mit dem Summerton (Zeitansage) , der: es wird beim nächsten Ton (Zeitansage)

Essigpatscherl , das: Fuß-/ Wadenwickel mit Essig

Evidenz , die: Übersicht






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.