Österreichisches Wörterbuch

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Pack(e)l , das: Pakt

packeln : heimlich verabreden, paktieren, faule Kompromisse schliessen

Packerlsuppe , die: Tütensuppe

Palatschịnke , die: Pfannkuchen

Pallawatsch , der: Durcheinander, Wirrwarr

Pantscherl, das , das: ein sexuelles Verhältnis

papierln : verarschen, ärgern, foppen

Papiersackerl, das : Papiertüte

Pappalatur , die: Mundwerk

Pappen , die: Mund

pappen : kleben, kleistern

Pappendeckel [påp(e)ndeckl], der: Karton, Pappkarton

Pạppenschlosser , der: Zahnarzt

Pappenstillstand! : Fresse!

Papperl , das: Speise, Mahlzeit

Parade͟iser , der: Tomate

Parade͟issalat, Parade͟isersalat , der: Tomatensalat

Paradeissauce , die: Tomatensauce

passen : 1. in Ordnung sein 2. warten

Pa̲tschen , der: 1. platter Reifen 2. Hausschuh

Pa̲tschenflicker , der: Schuster, Schuhmacher

Pa̲tschenkino , das: Fernsehgerät

Pa̲tscherl , das: 1. kleine Hausschuhe, Schuhe für Babys 2. unbeholfener, ungeschickter Mensch 3. breiten Reifen

pa̲tschert : unbeholfen, ungeschickt

Pa̲tscherte , der: unbeholfener, auch ungeschickter Mensch

Pa̲tz , der: Brei; nicht unbedingt schmackhaft aussehende Speise

pạtzen : 1. einen Fehler machen 2. kleckern

Pạtzen , der: Klecks

Pạtzer , der: 1. Klecks 2. jemand der Kleckse macht; übertragen jemand der oft daneben tappt, Fehler macht, ungeschickt ist

Pạtzerei , die: Kleckserei

Pa̲tzerl , das: kleine Menge

pạtzig : frech; unverschämt

pạtzweich : sehr weich

pẹcken : 1. picken; hacken; leicht schlagen 2. zahlen; berappen 3. tätowieren

Pẹckerl , das: Tätowierung

Peitscherlbub , der, -s, -en: Zuhälter

pempern : Geschlechtsverkehr haben

Pensionist , der, -en, -en: Rentner, Pensionär

Pẹrcht : 1. Maskierte Gestalt im alpenländischen Brauchtum 2. weibliche dämonische Sagengestalt

Pẹrchtenlauf , der: Brauch, der den Winter austreiben soll

Personalakt, der : Personalakte, die

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.