Österreichisches Wörterbuch

1 - 23

Jạnker , der: Trachtenjacke bzw. Wollstoffjacke

jạnkern : 1. onanieren 2. mit großem Appetit essen

Jạ̈nner , der: Januar * Jạ̈nnerloch: touristenarme Zeit im Januar

Jaukerl , das: Injektion

Ja͟use , die: Zwischenmahlzeit, Brotzeit

Ja͟usengegner , der: einfacher, leichter Gegner

Ja͟usensackerl , das: Brotbeutel; Brotzeitdose; Tasche in der die Jause transportiert wird

Ja͟usenstation , die: eine Gaststätte für einen Imbiss; meist außerhalb von Städten entlang von Wanderwegen

jausnen : eine Zwischenmahlzeit einnehmen

Jessas : Ausruf der Verwunderung: Jesus

Journaldienst , der: Bereitschaftsdienst

1 - 23







Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.