Österreichisches Wörterbuch

Glassturz , der, -es, ...stürze

Glasglocke


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 10.06.2007

Bekanntheit: 66%

Beurteilung: 53 | 1

Kommentar am 07.05.2015
Ich bin in Frankfurt am Main aufgewachsen; da habe ich's eher selten gehört. Halte es daher schon für eher österreichisch - mag sein, daß es auch in Bayern benutzt wird.

Kommentar am 07.05.2015
Als Quargelsturz eher bekannt, aber mit starker Tendenz zum Aussterben; in Ö niemals als gewöhnlicher Deckel gemeint, mußte eine Glocke sein.

Kommentar am 07.05.2015
Wenn schon dann Glossturz,( Glas = Glos) Sturz sagt man auch zu einen Deckel für einen Topf. Da gibt es auch einen aus Glas also Glossturz.

Kommentar am 09.05.2015
Bekannt. Besitze sogar einen. Soll die Verbreitung des Käseduftes verhindern, den manche Leute nicht ausstehen können.

Kommentar am 26.05.2015
Der Duden sagt zu [b]Glas­sturz, der[/b]:

... Gebrauch: süddeutsch, österreichisch, schweizerisch ... Bedeutung Glasglocke (b); Kurzform: Sturz (5)
Duden:http://www.duden.de/rechtschreibung/Glassturz
Wie weit in den Norden des deutschsprachigen Raumes das Wort [b]Glas­sturz[/b] verwendet wird, ist mir nicht bekannt. Im Universal-Lexikon findet sich zu [b]Sturz[/b]:
5. (südd., österr., schweiz.) Kurzf. von ↑ [b]Glas­sturz[/b]: einen S. über etw. stülpen.
Universal-Lexikon:http://universal_lexikon.deacademic.com/15724/Sturz
sowie zu [b]Glas­sturz[/b]:
Glas|sturz, der (südd., österr., schweiz.): ↑ Glasglocke (b).
Universal-Lexikon:http://universal_lexikon.deacademic.com/84748/Glassturz
In meiner sächsischen Heimat sagt man [b]Stürze[/b] (gesprochen: Störze) für Deckel. Im Universal-Lexikon zur [b]Stürze[/b]:
... 2. 〈mittel-, norddt.〉 Topfdeckel, Glasglocke ... Stụ̈r|ze, die; -, -n [mhd. stürze]: 1. (landsch.) Deckel eines Gefäßes, bes. eines Topfs.
Universal-Lexikon:http://universal_lexikon.deacademic.com/125974/Stürze


Kommentar am 26.05.2015
In Bayern zu finden in Wort und Bild, siehe: [http://www.glas-sonderanfertigung.de/glasdome_glasstuerze.html]

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Glassturz






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.