Österreichisches Wörterbuch

notig

arm; in Not


Art des Eintrag: Adjektiv

Erstellt am: 13.06.2005

Bekanntheit: 54%

Beurteilung: 38 | 9

Kommentar am 24.11.2006
knausrig, lt. Wehle

Kommentar am 07.12.2006
ein "gutes" Wort, nur müsste die Übersetzung stimmen.
"nodiger Beidl" - etwa "knauseriges Ungustl"

Kommentar am 13.11.2011
"armselig" lautet die Erklärung für "notig" bei Anton Hofer in Band 16 seiner Gesamtausgabe der Volksmusik in Österreich [http://tinyurl.com/cozlxrq] und in dieser Bedeutung ist's auch mir bekannt. Ab Seite 18 übrigens eine reichhaltige Vokabelsammlung, allerdings in lokaler Dialekt-Schreibung. Die Neue Gartenlaube von 1908 berichtet, dass die große Beliebtheit der "unglaublich billigen Land- und Rodelpartien der Welt beweist, daß unter Umständen 'notig' sogar sehr lustig sein kann" S.76 [http://tinyurl.com/btp4wut]

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notig






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.