Österreichisches Wörterbuch

Schneebrunzer , der

Trottel, Idiot


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie: Schimpfworte - deutlich

Kommentar am 18.07.2007
Durch Alexander Bisenz wieder etwas populärer geworden

Kommentar am 04.12.2009
Dünnbrettbohrer wäre in Deutschland die entsprechende Formulierung

Kommentar am 10.10.2012
Erwecken aber auch Hoffnung meint Hans Werner Sokop in "Den" besten U-Bahn-Gstanzln (2006, S.41):
A Weichn is eigfruan,
a so a Malheur,
do kumman zum Glück
a poa Schneebrunzer her.

[http://tinyurl.com/8vhozlu]

Beispiel am 04.01.2017
Wird meines Wissens auch für Personen gebraucht, die sich selbst gern ins Rampenlicht rücken bzw. ihre Taten gern hervorstreichen/ "sichtbar machen"

Kommentar am 24.03.2018
im duden natürlich unbekannt, aber die brüder jacob und wilhelm, die dem thema "Anstöszige wörter" im vorwort zu ihrem wörterbuch das kapitel 9 gewidmet haben http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mainmode=Vorworte&file=vor01_html#abs10, äußern sich zu diesem wunderschönen schimpfwort im rahmen des eintrags zu 'BRUNZER': "alter schneebrunzer, alter geck. Schm. 1, 261." http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GB12094#XGB12094 sehr verdienstvoll ! ! ! https://www.duden.de/suchen/dudenonline/schneebrunzer

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Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.