Österreichisches Wörterbuch

Melanzani

Auberginen


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 15.06.2005

Bekanntheit: 91.9403%

Beurteilung: 59 | 0

Beispiel am 15.06.2005
Beispiel: Die Melanzani längs in etwa 2 cm Abstand einschneiden. [Die Presse 30.8.2002]

Kommentar am 21.05.2007
Ein guter Eintrag, aber wie ist das mit Einzahl und Mehrzahl? Vielleicht heißt es ja auf italienisch "una Melanzana" oder so, bei uns gilt aber "die Melanzani - die Aubergine"

Kommentar am 21.05.2007
Ich glaube, das wird noch spannend Denn die Mz. von la melanzana müsste eigentlich le melanzane heißen. Dann wären unsere Melanzani mit i aber ein Unikat (auch wenn sie im Plural stehen ;-) )

Kommentar am 22.05.2007
Nachgeschaut in Langenscheidts miniatur-Wörterbuch von 1940 aus der Erinnerungsstück-Kiste: Mela f. - Apfel, Melanzana f. - Eierapfel. Mehrzahlbildung steht leider keine dabei! Unbeschadet dessen müsste der Eintrag um den Hinweis, dass die Mehrzahl bei uns zur Einzahl mutierte, erweitert werden.

Kommentar am 22.05.2007
Eigenwillige Einzahlbildungen gibt es mehrere (ein Visa, ein Antibiotika), aber die sind einfach falsch. Dagegen scheint mir "eine Melanzani" schon zu eingebürgert zu sein, um als falsch zu gelten.

Kommentar am 22.05.2007
zu "Eigenwillige Einzahlbildungen" Ich schließe mich Klasers Kommentar voll und ganz an. Eine Melanzani stimmt irgendwie (im Ggs. zu ein Mafiosi oder ein Paparrazzi oder ein Dias). Im Engl. ist lustigerweise "Visa" eine Einzahl. Und wie gesagt, eigentlich ist "Melanzani" ja gar kein Pluralwort, weil der Plural im Ital. gar nicht so lautet. Es gibt nur wenige italienische Wörter auf -a, die im Plural ein -i haben, und die sind meistens männlich: il turista - i turisti, il problema - i problemi.

Kommentar am 26.05.2007
Unlängst beim Merkur... lese ich doch tatsächlich: Melanzane!

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Melanzani






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.