Österreichisches Wörterbuch

Telefonhüttl , das

Fernsprechzelle


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Technische Begriffe

Erstellt am: 27.08.2007

Bekanntheit: 77%

Beurteilung: 45 | 1

Kommentar am 27.08.2007
Verdient... Daumen hoch! Lg meli

Kommentar am 28.08.2007
Früher eine Redewendung: "Da hat's ein Klima wie in einem Telefonhüttl" = "Da ist es unerträglich stickig/heiß/stinkig". Letzeres kam nicht selten davon, dass Telefonhüttln gelegentlich mit öffentlichen WC-Anlagen verwechselt wurden.

Beispiel am 04.10.2007
Beispiel: Nur die öffentlichen Telefonhütten an Straßen, öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen waren so gut wie nicht betroffen, weil sie von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig sind. [Die Presse 16.8.2003]

Kommentar am 09.10.2007
>>>> d <<<< Daumen rauf ! -sh- Und damit mit 5 Daumen rekordmäßig im Buch !

Kommentar am 28.06.2016
Die Bezeichnung "Telefonhüttl" (n) für gmd. "Fernsprechzelle" (f) ist möglicherweise österreichisches Standarddeutsch. Standard in at und de: die Telefonzelle (VWB) Standard in ch: die Telefonkabine (VWB) .

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Telefonhüttl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.