Österreichisches Wörterbuch

Zwutschgerl , das

kleiner Mensch, Kind


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 09.08.2002

Bekanntheit: 80%

Beurteilung: 72 | 5

Kommentar am 11.08.2002
Du kleines Zwutschgerl Kann einerseits zu einem Kind gesagt werden, mit der niedlichen Beduetung \"du kleiner Kerl\" als auch zu einem Erwachsenen mit der eher unfreundlichen Bedeutung \"du Nichts\" oder \"du Unbedeutender\".

Beispiel am 02.07.2005
Beispiel: Das schönste war es zu sehen, wie die Häuser mit Leben erfüllt wurden und die Zwutschgerl schnell aufholen. (Die Presse 10.3.2003)

Kommentar am 25.02.2008
kann auch ein kleines Auto sein Meine Mutter: "Du mit Dein Zwutschgerl da vorn, fahr doch endlich!"

Kommentar am 25.02.2008
kann auch ein kleines Auto sein Meine Mutter: "Du mit Dein Zwutschgerl da vorn, fahr doch endlich!"

Kommentar am 02.10.2010
Zwutschkerlzwetschken Hörtipp:
Radio Österreich Eins
Samstag 2. Oktober 2010, 9 Uhr 05, Hörbilder
´Zwanz´g z´quetschte Zwutschkerlzwetschken´. Warum Deutsche und Österreicher nicht zusammenpassen. Ein transnationales Alphabet - buchstabiert von Günter Kaindlstorfer

Kommentar am 12.07.2011
Zwutschgerl/Zwutschkerl Schönes Wort! Ich würde es allerdings mit K (also Zwutschkerl schreiben. Zur Bedeutung: Ein Zwutschkerl ist nicht unbedingt ein Mensch. Es kann alles sein, dass klein ist: Ein Auto, Obst, klein portiniertes Essen, usw...

Kommentar am 29.12.2011
Aussprache hier eher "der Zwetschke ähnlich" Zwutschkerl,
Hochspracheneintrag hier m.e. nicht möglich

Kommentar am 13.04.2017
ein kleines Kind

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Zwutschgerl






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.