Österreichisches Wörterbuch

gesundstessen, sich

bereichern, sich


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 14.09.2007

Bekanntheit: 16%

Beurteilung: 14 | 0

Kommentar am 14.09.2007
NEUE MITGLIEDER!? Hallo an alle Netten in diesem Forum! Ich bin schon seit langem ein "stummer" Mitleser dieser Seiter - nein begeisteter Mitleser! Allerdings habe ich das Gefühl, dass gerade die Neuen es hier wohl sehr schwierig haben hier eine Bewertung zu bekommen. Ich habe bemerkt, dass wenn von den "Alteingesessen" ein Wort geschrieben wird, es meist sofort innerhalb weniger stunden bewertet wird. Ich persönlich finde es sehr schade, denn ich sammle seit geraumer Zeit Wörter die ich jetzt die letzten Tage gepostet habe. lg tiggerwinni

Kommentar am 15.09.2007
Hallo tigerwinni! Erst einmal willkommen! Dein Gefühl, als Neue(r) manchmal nicht von Beginn ab gleich schnell eine Bewertungsflut zu bekommen, ist sicher nicht ganz falsch beobachtet. Aber mit Platzhirschverhalten, zumindest derer, die das Forum sehr ernst nehmen, hat es weniger zu tun. Sicher wird ein Neuer von denen, die mit dem Forum schon "verheiratet" sind, etwas genauer auf die Qualität seiner Ansprüche hin beschnuppert (bei den Häusleinträgen, die manche Neue hier gleich am ersten Tag in großtechnischen Mengen hinterlassen vielleicht auch nachvollzhiehbar), aber wenn die Qualität stimmt, kann das sehr schnell gehen (bei dir konkret sicher schon sehr bald). Und im Übrigen warten auch wir alten Häsinnen und Hasen oft lange, wenn nicht zum Sanktnimmerleinstag darauf, dass endlich jemand unser Wort "kennt". Das liegt leider auch bei an sich gut gemeinten Beiträgen doch auch an der nicht ganz optimalen Qualität der Einträge, die da sein können: 1) "verhatschte Übersetzung", z. B.: (erfundenes Beispiel): "Fleck" - "einen Fünfer bekommen". Warum nicht "Fleck" - "Fünfer (Schulnote)??? Oder gleich hier in deinem Wortbeitrag: gsundstessen - bereichern. Was ist daran nicht ganz optimal? Nun, gsundstessn kann man nur sich selbst, bereichern kann man auch andere und anderes. Oder würdest du z. B. sagen: "Das neue Gemeindemuseum stesst das Ortsbild von St. Blasius gesund"). Ist uns Ösis klar, kann aber Fremde, die Österreichisch besser lernen wollen, in ungeahnte Pannensituation bringen. Vorschlag (und vielleicht auch gleich umzusetzen): gesundstessen, sich / (finanziell) bereichern, oder vielleicht noch besser übersetzt: "zu einem Vermögen gelangen", das gefiele mir noch besser. Sich bereichern kann auch ein Bettelarmer in einer Einmalaktion, ohne davon wirklich finanziell zu gesunden. Eine gut überlegte Übersetzung kommt gleichbesser an. Bewertungen hageln wird es übrigens bei uns nie. Das habe ich mir schon abgeschminkt. Das habe ich mir schon abgeschminkt. In den ersten Tagen, wenn das Wort noch in "daham" zu sehen ist, erhält man vielleicht 1 - 5 Beurteilungen, den Rst oft erst nach 2 Jahren. Tipp: bei ganz vergessenen Wörtern (eigenen oder Fremden), die es nicht verdient haben, einmal einen Minikommentar posten. Dann werden die "Frischleser" wieder daran erinnert. Wirkt oft kleine Wunder. Meine Bitte also: halte unser Verhalten nicht für ausgesprochen inzestuös. Selbst wenn einer der lang- (und viel-)Gedienten manches schneller in den blauen und grünen Bereich bekommt, kann es simpel daran liegen, dass wir seinen recherchen aus Erfahrung "ungschauter" vertrauen können und uns eine Zweitrecherche (etwa, ob das Wort wirklich österreichisch ist) sparen (aber wehe dann ihm, wenn er gepatzt hat :-)) Weiterhin viel Spaß und sei dir versichert, dass in deinem Fall keine persönlichen Ressentiments vorliegen. Allgemeiner Tipp noch: sparsam eintragen. Qualität geht vor Quantität und ich habe Wochen gebraucht, bis ich die ersten 35 Wörter voll hatte. Alles Liebe! Brezi. P. S. Viele, besonders regional stark eingeschränkt verwendete Vokabeln bekommen auch nach Monaten keine Beurteilungen, weil sie außerhalb schlicht niemand kennt. Gerade die schätzen wir aber ungemein und merke: auch solche Wörter werden von denen, die eine Vokabel suchen, oft sehr geschätzt und sind hilfreich und werden, auch wenn sie "weiß" bleiben" von erfahrenen BenutzerInnen gar nicht als falsch oder unglaubwürdig empfunen. Oisa! Sers noamoi!

Kommentar am 25.10.2008
Ein buchwürdiger Eintrag, aber schwer zu finden: wer aplphabetisch sucht, wäre für "gsundstessen, sich - bereichern, sich" dankbar.

Kommentar am 24.11.2008
@klaser deinem sachlichem Vorschlag gerne gefolgt. tiggerwinni

Kommentar am 24.11.2008
3026 mal angeschaut.. und kaum Bewertungen - das verstehe ich nicht. Schade.

Kommentar am 25.11.2008
"gesundstoßen" gibt's ebenfalls als Eintrag, dort fehlt allerdings das rückbezügliche 'sich' -
wer kommt auch auf den Einfall, einen andern zu bereichern!

Kommentar am 30.03.2015
Auch das ist nicht speziell österreichisch (Duden - zu "bereichern": gesundstoßen), bestenfalls die Aussprache

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gesundstessen, sich






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.