Österreichisches Wörterbuch

Hatschen , die

Schlampe


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 14.10.2007

Bekanntheit: 15%

Beurteilung: 10 | 5

Kommentar am 05.09.2015
mit dieser Bedeutung noch nie gehört

Beispiel am 05.09.2015
Ich kenne das Wort. Meine Mutter (geboren 1938, mühlviertlerische Großeltern) und ihre Schwestern und Freundinnen haben es in den 1960er/1970er-Jahren verwendet, in etwa: "die blede Hatsch'n". Gemeint waren Frauen, die ihre Kinder nicht gut erzogen, mit Lockenwicklern unter die Leute gingen, sich billig-erotisch hautnah kleideten, die Blicke verheirateter Männer auf sich zogen (klappernde Stöckelschlapfen!), kurz, die braven Hausfrauen ein Dorn im Auge waren. Nicht zu verwechseln mit "Funs'n"

Kommentar am 05.09.2015
Interessant, habe ich so noch nie gehört!

Kommentar am 06.09.2015
Hab ich noch nie gehört in diesen Zusammenhand.

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Hatschen






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.