Österreichisches Wörterbuch

Kaffeesudleser , der

jmd. der spekuliert oder auch scherzhaft für Wahrsager


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie: Zwischenmenschliches, Humorige Bezeichnungen

Kommentar am 09.03.2018
Für mich steckt in diesem Ausdruck auch eine wesentliche despektierliche Konnotation.

Kommentar am 10.03.2018
Man gebraucht dieses Wort nicht unbedingt im scherzhaften Sinne, sondern durchaus im Sinne scharfer Kritik 1. an einer (aufgrund der Komplexität der Voraussetzungen einer im Prozess befindlichen Entwicklung) wenig zielführenden bzw. treffsicheren Prognose eines weiteren Verlaufs einer Entwicklung. 2. an jemanden (Kaffeesudleser) der regelmäßig nicht genügend fundierbare Prognosen abgibt

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.







Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.