Österreichisches Wörterbuch

von der Weiten

1. von weitem, 2. aus der Ferne


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 23.10.2007

Bekanntheit: 24%

Beurteilung: 17 | 0

Vorschlag am 23.10.2007
Beispiele: ad 1: "Des sicht ma doch von da Weidn, dass des Schüdl schief hängt!" ad 2: "Sie hot ma von da Weidn no amoi gwunkn". Für Österreichisch-Anfänger: Schüdl = Schild.

Kommentar am 23.10.2007
Ob man gemäß der neuen Rechtschreibregeln statt "von weitem" jetzt vielleicht "von Weitem" (mit großem W schreibt), dessen bin ich mir jetzt nicht sicher. Mit kleinem w tut es mir aber in den Augen weniger weh, weshalb ich es einmal so lasse.

Kommentar am 26.10.2007
Super Wort... gefällt mir total und ist ganz sicher Ö ! ....-sh-

Kommentar am 31.03.2015
Sehr schön!

Kommentar am 01.04.2015
Schön und typisch. In W-Österreich allerdings mit "t": Weitn

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von der Weiten






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.