Österreichisches Wörterbuch

derstessen

stolpern, stürzen (oft auch letal)


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 11.11.2007

Bekanntheit: 67%

Beurteilung: 6 | 0

Kommentar am 11.11.2007
Überhaupt sollte die Vorsibe 'der-' als eigener Eintrag rein!

Kommentar am 11.11.2007
Ein paar kleine Anmerkungen scheinen mir nötig: Erstens gibt es dieses Verb ausnahmsweise wirklich nur rückbezüglich, daher vielleicht besser: sich derstessen. Dann könnte man vielleicht explizit erwähnen, dass man sich nicht nur beim Gehen oder Laufen derstessen kann, sondern etwa auch mit einem Zweirad (gerade da oft letal). Und @ JoDo: die Vorsilbe der- ist sicher einen Eintrag wert, allerdings kann man sie, wie ich schon irgendwo andeutete, deren vollen Bedeutungsumfang kaum unter einer Bildschirmseite Länge vollständig beschreiben. Vielleicht tut es ein Worteintrag mit gleichzeitigem Verweis auf einen Artikel im Forum, den dann allerdings auch wer schreiben müsste. Aber die Idee ist äußerst gut. Eine solche Vorsilbe hat keine andere Sprache der Welt.

Kommentar am 11.11.2007


Kommentar am 20.01.2008
Protest brezerl: nicht nur rückbezüglich auch als Zukunftsvision :-) Wenn du weiter so narrisch mid´n Auto foahst, wias du di no amoi derstessn. Ausserdem uralter Eintrag, gut erklärt vorhanden. dasteßn

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derstessen






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.