Österreichisches Wörterbuch

Blitzgneißer , der

jemand der etwas sehr schnell versteht (meist ironisch benutzt)


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 02.07.2005

Bekanntheit: 84.8101%

Beurteilung: 71 | 0

Kommentar am 02.07.2005
Beispiel: Blitzgneißer ist Justizminister ... aber keiner. [Die Presse 8.1.2004]

Kommentar am 23.08.2007
"Wah, hostas aa scho iwarissn? Bist a Blitzgneissa, heast!". (~ "Mensch, hast du das auch schon kapiert? Na du bist aber ein ganz Schneller!")

Kommentar am 18.07.2008
Schreibung Die Schreibung "Blitzkneisser" scheint mir ebenso häufig verwendet. Google bestätigt das.

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Blitzgneißer






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.