Österreichisches Wörterbuch

Abfertigung , die, -, -en

Abfindung


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 02.07.2005

Bekanntheit: 90.5882%

Beurteilung: 45 | 2

Kommentar am 12.03.2007
Verwendung im deutschen Sprachraum Abfertigung wird durchaus im Sinne von "jener Stelle die etwas erledigt" verwendet, aber nicht im Sinne von Abfindung.

Beispiel am 12.03.2007
Beispiel: Mehr Geld, als er damals aktuell verdiente, wollte er nicht, und auch die Abfertigung, die er bei einem neuerlichen Wechsel verloren hätte, oder eine individuelle Pensionsregelung waren ihm gleichgültig. [Über Alfred Worm. Die Presse 6.2.2007]

Kommentar am 28.11.2009
Aus dem " kleinen Wirtschaftswörterbuch"

»Abfertigung, die: Abfindung, die . Das klingt in bundesdeutschen Ohren grausam, ist aber exakt das Gegenteil davon. Eine Abfertigung ist eine Abfindungszahlung, die sich je nach Zugehörigkeit zum Betrieb zu einem hübschen Sümmchen addieren kann, das bei der Kündigung ausbezahlt wird.«
kleines Wirtschaftswörterbuch, brand eins online 10/2008, Österreichisch - Deutsch:http://tinyurl.com/yc2u96w
Zu "Abfertigung alt" und "Abfertigung neu" siehe[http://www.arbeiterkammer.at/online/abfertigung-neu-39067.html]

Kommentar am 11.05.2016
Das Nomen "Abfertigung" für eine Entschädigung bei Entlassung ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch und de: die Abfindung Standard in ch: die Abgangsentschädigung (Variantenwörterbuch) [https://books.google.ch/books?id=UeAQ953ZaTAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q=abfindung&f=false]

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Abfertigung






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.