Österreichisches Wörterbuch

übertauchen

eine Krankheit/Krise überstehen, durchstehen, überwinden


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 02.03.2008

Bekanntheit: 15%

Beurteilung: 12 | 0

Kommentar am 02.03.2008
Beispiele: Eine übertauchte Grippe kann gefährlich werden; "Britney macht sich nicht schlecht darin, ihren Karriereknick zu übertauchen und mit großen Ansagen die Headlines der Klatschspalten zu füllen." / "Heute gibt es Erfolg, morgen Misserfolg. Wir wollen als Ruderverband diese Wellentäler übertauchen. Eine starke Ansage, die der Präsident des österreichischen Ruderverbandes (ÖRV), Helmar Hasenöhrl, von sich gibt." - In der Tat, vor allem wegen der Stilblüte!

Kommentar am 02.03.2008
Super Beispiele!!! Vielleicht wär noch eine Betonungsangabe nicht schlecht (damit's nicht wer betont wie 'untertauchen'. Einen kleinen Tippfehler ('durchstehnen') hab' ich mir als alter Freund erlaubt, selbst auszubessern, weil ich mir sicher bin, dass Britney zumindest in diesem Fall nicht 'stehnt'. Und die Stilblüte gehört in eine Stilblüten-Anthologie! Voi leiwand!

Kommentar am 02.03.2008
Auch oft gesagt: den Schlaf übertauchen. "Komm, du bist müde! Wennst jetzt noch weiter fernschaust, übertauchst den Schlaf und liegst dann die ganze Nacht wach. Wüüst des?"

Kommentar am 03.03.2008
Gutes Teamwork ist besser als schlechte Solo-Grablerei!

Kommentar am 03.03.2008
übertauchen top eintrag, bei uns meist verwendet bei einer gut überstandenen krankheit. lg zott

Kommentar am 15.03.2008
Anders als zott glaube ich: nicht eine gut überstandene Krankheit, sondern eine mit Ach und Krach überstandene und mit Gewalt unterdrückte Sache hat man übertaucht.
"Pass auf, dass´d de Gripp´ ned iwadauchst, des schlågt si sonst aufs Herz" (siehe auch klasers ersten Kommentar).

Beispiel am 15.02.2017
Britney macht sich nicht schlecht darin, ihren Karriereknick zu übertauchen und mit großen Ansagen die Headlines der Klatschspalten zu füllen. (KR 11.05.2006)

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übertauchen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.