Österreichisches Wörterbuch

Gugerschecken , die

Sommersprossen


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 11.07.2005

Bekanntheit: 53%

Beurteilung: 37 | 0

Kommentar am 18.06.2016
Die Nomen "Gugerschecken" (m, pl) und "Guckerschecken" (m, pl) für gmd. "Pigmentflecken" (m, pl) oder "Sommersprossen" (f) sind österreichisches Standarddeutsch. Standard in ch: die Laubflecken, die Märzenflecken (VWB)

Kommentar am 18.06.2016
FALSCH! "Gugerschecken die (Pl.), auch: Guckerschecken (reg., ugs.)" lautet der Eintrag im amtlichen Österr. Wörterbuch, 42, Aufl., S. 308 , und da "reg." die Abkürzung für 'regional' und "ugs." die Abkürzung für 'umgangssprachlich' ist (in der vieldiskutierten 39. Auflage war das Wort als "landschaftlich" bezeichnet worden), besagt der Eintrag im amtlichen Österreichischen Wörterbuch, dass die beiden Formen NICHT Teil der Standardsprache sind. Warum nicht lesen, was Ammons Variantenwörterbuch wirklich sagt? Übrigens, Jakob Ebner, Ammons Mann fürs Österreichische, hat als Verfasser des DUDEN-Taschenbuchs "Wie sagt man in Österreich" 1969 "Guckerschecken" als "ugs." bezeichnet, und Ebner ist nun am Österr. Wb. beteiligt. Da jedoch das Variantenwörterbuch 10 Jahre älter ist als die jüngste Auflage des ÖWB, hätte im Falle evtl. differierender Qualifizierungen doch das neuere Werk zu gelten, nicht? Also!

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Gugerschecken






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.