Österreichisches Wörterbuch

schleckerpatzl!

ätsch!


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Kindersprache

Erstellt am: 17.04.2008

Bekanntheit: 47%

Beurteilung: 35 | 2

Kommentar am 17.04.2008
schleckerpatzl, einegfojjn! die anwesende gemeinde wird freundlich um mithilfe bei der klärung zweier fragen ersucht: diese interjektion groß schreiben? rufzeichen weg?

Kommentar am 17.04.2008
@ Strangale... i find suuper dei Wort! da kriegst den Daumen von mir rauf. * Schleck a patzerl... Butterbrot, Mamalad drauf stricha* ( Marmelade drauf gestrichen )War in meiner Kindheit immer der Spruch manchmal voller Schadenfreude. Lg Meli

Kommentar am 18.04.2008
>>>> d <<<< Daumen rauf ! mir gefällts auch top !

Kommentar am 20.04.2008
Zur Frage der Autorin/des Autors ich würde in Wortverzeichnissen alle Nichtsubstantiva (also auch Interjektionen) generell klein schreiben. Das Rufzeichen nach solchen Wörtern ist in professionellen WB ebenfalls üblich. Passt für mich also rundum.

Kommentar am 20.04.2008
(entfällt) meli hat es schon vor mir geschrieben.

Kommentar am 17.07.2009
in meienr Kindheit hieß es Schleckerpatzl, lange Möhrn, kurze iss ih selber gern. Dazu das typische "Wischen" der Zeigefinger ...

Kommentar am 19.07.2009
so kenn ich es von früher schleckerpatzl.... Buttabrot hosd de gonze Nosn rot

Kommentar am 22.07.2016
Wie hübsch - schon lange nicht mehr gehört! Ob das noch jemand Jüngerer verwendet?

Kommentar am 22.07.2016
Schadenfreude, jemanden etwas negatives vergönnt sein

Kommentar am 03.10.2019
2 aus Wien:

Wenn jemand als Geste des Spotts mit einem Zeigefinger über den anderen streicht (meist unter Kindern), so nennt man das in Österreich „Schlecker[b]b[/b]atzl machen", in Deutschland "das Rübchen/das Rübele schaben"
Robert Sedlaczek, Das österreichische Deutsch (2004): https://tinyurl.com/y3pdp5jb
Wo die Deutschen kurz „Ätsch“ sagen, tänzelt uns zierlich ein „,Schlecker[b]b[/b]atzl!“' vor die Lippen.
Ditha Brickwell, Das Wienerische auf der Flucht , ZS Freibord Jg. 29(2004): https://tinyurl.com/y2rjlmwa
Der Eintrag aber stammt aus Kärnten, wo es klar ist, dass es im Bairischen ( also in ganz Österr. außer in V) kein (!) stimm[b]haftes[/b] [b-] oder [d-] im Anlaut gibt. Wo man allerdings mittelbairisch weichere (aber stimmlose!) Lenis spricht, verwendet man gern die Buchstaben b und d.

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schleckerpatzl!






Österreichisches Deutsch defniert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.