Marillenmarmelade

Österreichisches Wörterbuch

Marillenmarmelade , die

Aprikosenkonfitüre


Art des Eintrages: Substantiv
Kategorie:

Kommentar am 01.09.2008
Ist zwar nur eine Zusammensetzung aus Bekanntem, was normal gegen die Richtlinien ist. Aber da Marillenmarmelade für die heimische Mehlspeisenkunst so immens wichtig ist (eine Sachertorte ohne Marillenmarmelade ist wie Mozarts Kleine Nachtmusik ohne Streicher - versteht wer den Witz?), sei auch ihr ein eigenes Platzl hier gegönnt. An der Daumenaktion beteilige ich mich deshalb nicht, weil der zu EU-Verteufelungszwecken missbrauchte Konfitüre-Marmelade-Dualismus mich schon mehr anzipft als das Wort 'Konfitüre' selbst.

Kommentar am 04.09.2008
Hyperkorrekt "Marmelade" von portugiesisch 'marmelo'=Quitte. Die konnte man nur verkocht genießen.
In England wurden dann in gleicher Technik auch alle Zitrusfrüchte zu 'marmalade'.
Anderes Obst wird 'zerquetscht' = 'jam', deutsch 'Konfitüre',
und so wollte es dann auch Brüssel.
Die Österreicher ärgern sich,
und wie reagiert eine globalisierende österreichische Feinkostinstitution?
Kürzlich servierte die AUA zum Frühstück
"Orangen j a m" (!!!) von Meinl.

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.