Österreichisches Wörterbuch

Dixo

Klebeband, Tesa


Erstellt am: 11.10.2008

Bekanntheit: 50%

Beurteilung: 4 | 0

Kommentar am 12.10.2008
schreibt man mit T Definitiv schreibt man Tixo mit T und nicht mit D. Aussprachlich kenne ich es auch nur mit hartem T.

Kommentar am 12.10.2008
sagt man auch mit "D" zumindest in der Südsteiermark

Kommentar am 13.10.2008
Vorläufig keine Bewertung. Die Aussprache ist, wie es sich hierzulande gehört, "Dixo". ZUr Geschichte: Tixo ist ein in den 1950er Jahren durch die Firma Koreska in Wien, ungefähr zu gleicher Zeit wie der Tesafilm von der Firma Beiersdorf, entwickeltes und in Wien-Liesing erzeugtes Klebeband. Robert Koreska hatte die Idee aus den USA mitgebracht, wo 3M unter der Marke Scotch den Markt schon entwickelt hatte. Er ließ das erste österreichische Selbstklebeband im betriebseigenen Labor entwickeln. Dessen Leitung hatte Ludwig Reindl inne, der seitdem als Erfinder dieses Produktes gilt. Den Namen hatte Robert Koreska gewählt. Er stammt aus einer Verdrehung von Tiox, einer Marke des Hauses Koreska für Tinten und Stempelkissen. Tiox stammt wiederum aus einer Kurzform für chemische Grundstoffe wie Titanoxyd. 1985 stellte die Firma Koreska die Produktion der Klebebänder ein. Die Firma Beiersdorf übernahm die Markenrechte und ersetzte Tixo teilweise durch die eigene Marke Tesa. Die Marke hat sich für durchsichtige Klebebänder in Österreich eingeprägt, so dass auch heute die österreichische Bevölkerung im Allgemeinen weiß, wovon man spricht, wenn man einen Tixo verlangt.

Kommentar am 13.10.2008
Siehe auch: Tixo

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Dixo






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.
Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.
Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.